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In Page am Lake Powell

Den heutigen Tag verbringe ich also in Page am künstlichen,durch den Staudamm am Glen Canyon geschaffenen Lake Powell See. Am Vormittag beschäftige ich mit meinem Telefon, da sich das permanent im WLAN rebootet. Mit Hilfe eines Samsung Chat Supports bekomme ich den Fehler tatsächlich gelöst (Respekt und danke). Mittags starte ich dann zu einem Ausflug zum Horseshoe Bend.

Horseshoe Bend ist ein touristischer Höhepunkt. An der Straße 89 sieht in der Wüste unvermittelt auf einmal einen Parkplatz. Da gibt es eine blinkende und weitere Warntafeln: nehmt Wasser mit, habt gute Schuhe an, schützt Euch vor der Sonne wir sind in der Wüste, nicht an die Kante stellen, die können instabil sein …

Dann geht es durch Sand und ein paar Steinchen und Felsen über 1 km zur Attraktion, eine Schleife des Colorado in Hufeisenform im Glen Canyon. Das ist schon sehr spektakulär, da sind Mosel oder Donauschleife nichts dagegen. Der Ausblick liegt auf einer Höhe von 1300 Metern und der Colorado liegt auf der Höhe von 980 Metern. Die Felswände haben also eine Höhe von ca. 300 Metern. Darüberhinaus sind die Felsformationen am Rande des Canyons schon für sich großartig.

Die hunderte oder tausende Besucher, mit denen ich mir die Aussicht teile, sind gegenüber allen Warnungen weitgehend immun. Viele, insbesondere die Asiaten, stehen direkt an den Kanten und versuchen noch spektakuläre Fotos von sich zu bekommen. Es gibt keine Absperrungen, jeder kann frei überall an der Kante entlang klettern. Andererseits erscheinen die anderen Warnungen für einen kleinen Spaziergang mit insgesamt 3 km etwas übertrieben.

Danach fahre ich noch zum Lake Powell und dem dortigen Nationalpark „Glen Canyon“. Der ist glücklicherweise kostenfrei, da immer noch Veterans Day gefeiert wird.

Rund herum ist Wüste mit großartigen Ausblicken auf die charakteristischen Felstableaus. Allerdings wäre mir 25$ um da ein paar Schritte am See entlang zu laufen doch zu viel gewesen.

Auf dem See sind einige Boote unterwegs, und an der Rampe kann ich viele große Pickups mit Anhängern beobachten, die ihre Boote entweder ins Wasser fahren oder sie wieder von dort holen. Der See ist mit einer Muschel befallen und deswegen sind alle angehalten, ihre Boote und Anhänger ganz säuberlich zu putzen, damit diese Muschel sich nicht weiter ausbreitet. Und so stehen sie da mit ihren riesigen Pickups Schnellbooten, riesigen Außenbordmotoren und Anhängern und putzen alles schön sauber.

Trotz Sonntag sind heute viele Geschäfte auf und ich versuche Schuhcreme zu finden, da meine Merrell Schuhe mittlerweile ganz schön mitgenommen aussehen. Eine Accessoire, welches ich nicht auf meiner Ausrüstungsliste hatte.

Von Grand Canyon nach Page

Bei wiederum unter null Grad (28 Fahrenheit) und schönstem Sonnenschein bin ich in Tusayan aufgebrochen. Gestern bin ich ja mit dem Fahrrad durch den Nationalpark gefahren und habe nur 15$ bezahlt. Da ich hier festgestellt habe, dass ich, um weiter nach Norden zu kommen, auf jeden Fall mit dem Auto durch den Nationalpark muss, wollte ich heute den Upgrade (15$) bezahlen, aber heute ist Veterans Day und da ist der Eintritt in den Park frei, Glück gehabt. Zunächst springe ich vom Parkplatz am Visitor Center in den Shuttle Bus bis zu Bright Angel um dort den Trial ein paar Meter runter zu laufen um noch ein paar weitere Eindrücke sammeln. Übrigens passt mein Fahrrad hervorragend in meinen kleinen Jeep Patriot, so dass ich es überall mitnehmen kann.

An verschiedenen Aussichtspunkten geht es bis zum Desert View Watchtower.

Dies ist ein großer Attraktionspunkt, der letztes Jahrhundert mit der Idee errichtet wurde, die Illusion zu erwecken, ein altes traditionelles Gebäude zu sein. Hier bieten sich weitere Ausblicke mit anderen Perspektiven des Canyons und auch auf die andere Plateauseite an der Ostseite des Canyon, wo hauptsächlich Wüste zu sehen ist. Es herrscht ziemlicher Massenbetrieb. Überhaupt ist in dem ganzen Nationalpark viel los, obwohl wir ja im Moment weit außerhalb der Hauptsaison sind. Der Turm enthält ein Fresken, die Legenden aus dem Navajo Volk entnommen sind, die dieses Gebiet bewohnen und die in den angrenzenden Reservate wohnen, durch die ich im Anschluss fahre.

Weiter geht es entlang sehr karger Berge, die sehr karges Land umgeben auf denen sehr einfache Holzhäuser vereinzelt stehen. Diese wenigen Häuser sind durch Sandpisten verbunden. Ab und zu gibt es ein kleines Dorf mit einer Schule. Das alles erweckt einen einfachen, ärmlichen, kargen Eindruck. Es gibt selten explizite Aussichtspunkte, an denen man gut anhalten kann, so dass es etwas weniger Bilder werden. Am Straßenrand findet man improvisiert zusammen gezimmerte Bretterbuden in denen gelegentlich etwas verkauft wird, meist Navajo Schmuck oder Töpferwaren.

Schließlich erreiche ich Page. Das ist auch ein karger Flecken, der erst in den 50er Jahren gegründet wurde, nachdem der große Staudamm in den Colorado gebaut wurde und der benachbarte Lake Powell entstanden ist. Hier gibt es wieder richtige Häuser und Einkaufszentren und dutzende Motels mit dem erfreulichen Effekt, dass die Übernachtung hier die Hälfte kostet.

Seit Grand Canyon, bzw. eigentlich schon überall in Arizona fällt mir auf, dass die Herzlichkeit mit der man überall an der Westküste behandelt wird, geringer ausgeprägt ist. Die Phrasen sind zwar ähnlich aber die Haltung ist eher reserviert und Gespräche, die sich eigentlich bisher immer ergeben haben, kommen hier nicht zu Stande.

Grand Canyon 

Heute bin ich nun endlich bis zum Grand Canyon vorgedrungen. Mit dem Fahrrad habe ich mich von Tusayan aufgemacht und kam durch den Südeingang über das große Visitor Center bis an den Canyon Rand vom Süden (south rim). In Grand Canyon Village ist die Straßenführung extrem unübersichtlich und so kann man sich trotz des kleinen Ortes schnell verfahren. Ist mir auf dem Rückweg auch gleich passiert. Es gibt einen Gehweg entlang des Canyon (rim trail) und leicht versetzt eine Straße auf der dann irgendwann nur noch Busse fahren, die an den besonderen Punkten halt machen und die Fußgänger können aus- und zusteigen. Diese Straße dürfen auch Fahrräder benutzen und da man an den gleichen Aussichtspunkten anhält kommt man langsam voran. Bis Hermits Rest geht es auf der einen Seite und Yakis Point auf der anderen.

Den Weg nach Tusayan eingerechnet waren das dann langsame 73 km mit immerhin 736 Höhenmeter.

Während ich auf dem Hinweg die normale Autostraße benutzte, habe ich auf dem Rückweg einen neuen geteerten Radweg mitten durch den Wald gefunden. Nur einer Joggerin, zwei Elk Kühen und einem Elk bin ich in der Dämmerung begegnet. War mir aber unheimlich um zum Fotografieren anzuhalten. Die Temperaturen tagsüber liegen bei ca. 18 Grad. Bei dem Wind muss man sich schon etwas wärmer anziehen. Kaum ist die Sonne weg wird es gleich drastisch kühler. Auf dem Rückweg waren es nur noch 12 Grad und Nachts hat es Frost. Das Plateau liegt auf einer Höhe von ca. 2000 Meter und obwohl ich eigentlich nun schon recht lang der Sonne ausgesetzt bin und mich ordentlich mit 50 eingecremt habe, bin ich rot geworden. Offensichtlich hat die Sonne hier noch mehr Wirkung als an der Küste. Von den unzähligen Fotos, die man hier machen kann und ich gemacht habe, ist hier eine kleine Auswahl gemacht.

In San Diego musste ich mir das Appartement für zwei Nächte mit einem pensionierten Ehepaar aus Arizona teilen. Er war ein solider Schnarcher und als wir kurz über Grand Canyon gesprochen hatten, meinte er, es wäre halt auch nicht mehr als ein großes Loch im Boden.

Zum Grand Canyon

Gestern am 8.11. bin ich nun in San Diego aufgebrochen und habe mir einen Wagen gemietet, mit dem ich entlang der mexikanischen Grenze bis kurz vor Phönix gefahren bin. In Gila Bend habe ich in einem kleinen spartanischem Motel übernachtet.

Die Landschaft in Arizona bekommt sehr schnell einen ganzen anderen Charakter. Trocken, Buschwerk, Kakteen und pittoreske Felsen. Im Auto auf den Freeways lässt sich nun nicht mehr ganz so einfach zum fotografieren anhalten.

Die Strecke zieht sich ganz schön. Heute habe ich in dem sehr alten Pueblo Montezuma Castle Pause gemacht und Tusayan kurz vor dem Grand Canyon Nationalpark erreicht.

In der Sonne tagsüber lässt es sich gut aushalten. Tusayan liegt ca. 2000 Meter hoch und abends wird es ziemlich kalt. D.h. auf den Campgrounds wird es mir zu ungemütlich, so dass ich in Tusayan doch wieder ins Hotel gehe.

Ein paar Tage in San Diego

Seit letztem Sonntag bin ich in San Diego. Hier habe ich nun einige Touren zu Fuß und mit dem Rad unternommen.

Am ersten Tag beginne ich die Stadt zu Fuß zu erkunden. Meine Unterkunft ist nahe Balboa Park. Dort gibt es ein spanisches Künstlerdorf und verschiedene Kunstmuseen im El Prado, von denen ich mir zwei dann gleich am nächsten Tag, dem 31.10. angeschaut habe. Sehr beeindruckend.

Im Balboa Park befindet sich auch der Zoo, an dem man sich problemlos einen ganzen Tag aufhalten kann. Es gibt natürlich massenweise Tiere, Vogelhäuser, in denen die Vögel frei fliegen können und ein riesiges Reptilienhaus. Das besondere ist aber die riesige Anlage in der man auf verschiedenen Ebenen in benannten Trails die Gehege abwandern kann. Es gibt eine kleine Seilbahn mit der man über das Gelände fahren kann, Busse mit Führungen und verschiedene andere Programme, wie bspw. ein 4D Kino.

Der erste Tag führt mich an den Hafen mit verschiedenen maritimen Museen, die auf Schiffen untergebracht sind und dann wandere ich nach Little Italy um schließlich im Gas Lamp Viertel zum Abendessen zu landen.

Ebenfalls in meiner unmittelbaren Umgebung (20 Minuten zu Fuß) sind die Viertel Hill Crest und North Park, die ich dann zu Mittag und Abend besuche.

Am 3. November hole ich dann mein Rad mal wieder aus der Garage und fahre zum Cabrillo Monument, mit angeschlossenem kleinen Museum, zu Ehren von Juan Rodríguez Cabrillo errichtet, der am 28. September 1542 als erster Europäer an der Westküste Nordamerikas landete auf der Halbinsel Point Loma natürlich mit Leuchtturm und toller Aussicht auf San Diego und Umgebung.

Das Rad hole ich dann nochmal am 5.11. raus und fahre zunächst am Flughafen, dann am Yachthafen mit Skyline Blick vorbei nach Ocean Beach. Von dort geht es über die Brücke nach Mission Bay und über das Mission Valley zurück. Im Mission Valley kann man die Privatuni University of San Diego sehen.

Am Sonntag ist viel Betrieb in Ocean Beach und die Surfer im Wasser sind vom weit ins Meer reichenden Pier besonders gut zu beobachten.

Überall gibt es Oldtimer am Straßenrand zu sehen. Besonders beliebt sind VW, BMW, Mercedes. Hier eine kleine Auswahl.

Das Wetter war die ganze Zeit nicht sehr heiß. Teilweise war es wolkig und manchmal, insbesondere beim Cabrillo Monument, wird es ganz schön windig.

San Diego zur mexikanischen Grenze

That’s it. 3124 Kilometer, 27735 Höhenmeter, in 42 Etappen in insgesamt über 271 Stunden auf dem Rad bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 103. Temperaturen von über 40 Grad und knapp unter 0 Grad.

Damit geht ein Abenteuer zu Ende und ein neues kann beginnen.

Für die Statistiker habe ich eine neue Seite „Etappen Pacific Coast“ gemacht, in der alle Etappen mit Datum, Distanz, Höhenmeter, Link auf den Bericht und mit dem Link auf die GPX Datei tabellarisch aufgelistet sind. Die GPX Datei enthält die exakten GPS Daten, die man auf sein Navigationsgerät kopieren und nachfahren kann.

Heute hatte ich einen Führer durch San Diego. George hat es sich nicht nehmen lassen mir die schönsten Wege entlang der Halbinsel an der Bucht von San Diego zu zeigen. Nach dem hervorragenden Frühstück sind wir losgefahren in ziemlich strengem Tempo um die Fähre nach Coronado binnen 30 Minuten zu erreichen, die in ca. 5 Meilen Entfernung am Hafen abfährt. Wir waren auch rechtzeitig da und alles war dann sehr entspannt. George ist 76 und hat einen ziemlich draufgängerischen Stil sich einen Weg durch den Verkehr zu bahnen. Ich musste mit meinem Gepäck ziemlich kurbeln um an ihm dran zu bleiben.

Die kurze Fährfahrt von 2 Meilen (abzuziehen von den heutigen 72 km, bei fast vernachlässigbaren 325 Höhenmeter) eröffnet wunderschöne Ausblicke auf die Skyline von San Diego.

Die Radwege sind wunderbar gepflegt, am Sonntag aber auch recht bevölkert. Am Ende der Bucht nehmen wir dann noch einen mexikanischen Imbiss zu uns und verabschieden uns freundschaftlich. Es sind noch 10 km bis zur Grenze, die mehr oder weniger durch ein einziges riesiges Einkaufsgebiet führen, was sich, je näher man der Grenze kommt, immer stärker verdichtet.

Und so erreiche ich heute an Tochter(2)s Geburtstag die Grenze selbst, die am Sonntag von vielen vielen Mexikanern frequentiert wird. Sie hat natürlich wenig Spektakuläres, aber ein Foto ist hier Pflicht und irgendwie fühlt es sich gut an das erreicht zu haben.

Anschließend geht es entlang der anderen Seite der Bucht zu meinem gemieteten Zimmer in der Nähe vom Zoo. Mal sehen was San Diego zu bieten hat.

Ich werde auf jeden Fall weiter berichten und die noch fehlenden Galerien nachtragen.

Von Cardiff by the Sea nach San Diego

Heute war ein kurzer Rad – Tag mit 37 km und immerhin 330 Höhenmeter. Ich musste noch etwas warten, da ein paar Sachen zu trocknen waren und sitze gemütlich am Kiosk und kann die hunderte Surfer betrachten, wie sie im Wasser dümpeln und auf eine Welle warten und ab und zu auch eine kriegen. Der Weg nach San Diego ist nicht weit. Es sind massenweise Rennradler und Jogger unterwegs. Ich mache noch ein Abschiedsfoto von Gianna und Kevin beim Frühstück.

In San Diego verfahre ich mich dann erst einmal gründlich und komme auf diese Weise in das Gebiet der UCSD also University California San Diego und einen derart riesigen Campus, mit ebenfalls riesigen Gebäuden habe ich bei einer Universität noch nie gesehen. Während ich versuche mich in die richtige Richtung zu puzzeln werde ich von George angesprochen, der mir als Warmshower Host eine Bleibe anbietet. Da ich erst für morgen ein Zimmer gebucht habe und morgen noch genügend Zeit ist an die Grenze zu kommen und das Appartement zu beziehen, nehme ich sein Angebot gerne an. George und seine Frau kochen ein hervorragendes Abendessen, gegrilltes Hähnchen mit Reis, Gemüse und nicht zuletzt einem ganz besonderen Kürbiseis und dazu einen guten Chardonnay. Wir unterhalten uns über Politik und Wirtschaft und natürlich die alle bewegende Frage, was die Welt über den Präsidenten denkt.

Von Huntington Beach nach Cardiff by the Sea

In der Nacht hat es deutlich abgekühlt, so dass es sich in meinem Schlafraum gut aushalten ließ. Auch der nächste Tag ist schön, aber nicht mehr ganz so heiß angesagt. Ich nehme ein Frühstück im Starbucks im nahe gelegenen Einkaufszentrum. An der Küste werde ich dann auf einmal von starkem Nebel überrascht.

Ich komme an traumhaften Ferienorten wie Laguna Beach (im Nebel mit eigenartiger Stimmung) oder Dana Point vorbei. Hier lande ich aus Versehen auf einer sehr verkehrsreichen Straße, finde aber die Radwege bald wieder. Alles ist sehr bevölkert bis San Clemente. Teilweise wird man durch Wohngebiete umgeleitet. Das ist zwar ganz nett anzusehen, während aber die große Straße ziemlich gerade durch geht, sind hier viele kleine Kurven, Hügel und Stop – Zeichen. Es sammeln sich dadurch doch eine ganze Menge Höhenmeter an. Weiter geht es von San Clemente über Radwege, entlang eines endlosen State Parks, den ich fast für mich alleine habe. Dann auf einmal durch Militärgelände, nur für Fahrräder erlaubt, mit entsprechenden Warnungen wie „do not stop“. Auch da bin ich ganz alleine. Und während ich noch so denke, wie super die Radwege hier geführt sind, ist der Spaß auch schon zu Ende. Militärlaster, Bewaffnete und nur noch eine Sandpiste. D.h. es geht auf den Freeway, mit der Nummer 5. Vier Spuren auf jeder Seite, Dimension A5 südlich Frankfurter Kreuz.

Bei Oceanside hat dann diese Episode auch ihr Ende und man wird wieder entlang der Küste geführt. Oceanside mit Hafen und Pier, Carlsbad sind traumhafte Orte. Man möchte überall anhalten. Ich entscheide mich dann doch für den vorgeschlagenen Campground San Elijo State Beach vor dem viele Surfer im Wasser dümpeln und der einen Kiosk mit Blick auf den Sonnenuntergang hat. Der fällt allerdings dem Küstennebel zum Opfer. Es ist der letzte öffentliche Park vor San Diego. Es werden 109 km, 690 Höhenmeter. Der Platz hat links und rechts von der Strasse Campplätze. Vorne die Küste, hinten die vierspurige Straße und die Eisenbahnlinie, die mangels sicherer Übergänge einen wahnsinnigen Lärm veranstaltet. Die Hiker & Biker Plätze sind  …

Gerade gehe ich los um die preiswerte Pizzeria auf der anderen Bahnseite mit vielen Bier vom Fass zu besuchen, da kommen Gianna und Kevin bei letzter Dämmerung angefahren.

Die Pizzeria hat WiFi, Strom an der Bar und da lässt es sich gemütlich sitzen, die Mädels neben mir haben auch schon gefragt, was ich das so treibe.

Von Venice Beach nach Huntington Beach 

Der heutige Tag mit seinen 80 km und 300 Höhenmetern war in erster Linie geprägt von Stränden und Häfen. Zwischendrin ging es dann aber auch nochmal richtig in den Verkehr. Insgesamt war es aber schon erstaunlich, wie gut man an diesem Stadtmoloch vorbei gelotst wird.

Zunächst geht der Weg entlang des Hafens von Marina del Rey bis zu Hermosa Beach. Der Strand scheint ewig aber irgendwann muss man dann doch Richtung Inland, wenn man nicht die komplette Halbinsel abfahren möchte. Den Google Vorschlag verpasse ich und meinem Buch traue ich nicht, so dass ich durch das grüne Pueblo Verdes komme, was seinem Namen folglich Ehre macht. Wohngebiete in grünen Alleen.

Irgendwann kommt er aber dann dann, der Moloch des Industriegebietes von Long Beach und hier folge ich über längere Zeit einer Geschäftsstraße mit Werkstätten, Einkaufszentren, usw. Eine Pause in einem kleinen Café hier zur Orientierung und zur Kaffeepause scheitert zumindest bzgl. letzterer an Sprachproblemen. Ich bekomme von der Mexikanerin einen wenig delikaten Kuchen vorgesetzt, den ich dann zumindest bis zur Hälfte geschafft habe.

Dann kommt der beschauliche, sehr schöne Teil von Long Beach bis schließlich wieder riesige Strände das Bild dominieren.

Das Bild des Hafens und der Promenade von Long Beach hat mir am besten gefallen, da kann man sich sicher eine Zeit lang aufhalten. Vor der Küste sind Inseln auf denen es auch Ferienanlagen zu geben scheint. Wenn man die Strände sieht, dann wird offensichtlich warum die Stadt diesen Namen hat.

Zuletzt noch ein Schnappschuss aus dem Vorgarten meines Domizils heute und zum Abschluss der zeitlich optimal abgestimmte Sonnenuntergang am Pier von Huntington Beach.

So wie auch gestern schon ist das Zimmer im Obergeschoss und hat Temperaturen wie im Treibhaus. Jill erklärte mir gestern, dass es in LA und drumrum nicht viele Klimaanlagen gäbe, denn es werde nie so heiß. Dann habe ich wohl gerade die große Ausnahme erwischt. Heute waren die Temperaturen auf der Strecke angenehm. An der Küste sehr angenehme 27 Grad, nur weg von der Küste stieg es dann mal auf 34 Grad an.

Der Reichtum entlang der Küste hier ist schon beachtlich. Ich habe die Häfen nicht gezählt, aber die Anzahl der Boote an denen ich vorbei gefahren bin, bzw. die in den Häfen ankern, gehen in die zehntausende.

Bleibt abschließend nur nachzutragen, dass ich zwar in einem leicht gehobenen italienischen Restaurant gespeist habe (Linguine mit Meeresfrüchten), den überteuerten Wein durch ein amerikanisches Hefeweizen ersetzt habe (schmeckt ganz gut aber nicht wie Hefeweizen) aber definitiv Jürgen Klinsmann, der hier wohnt, nicht getroffen habe.

In Venice Beach

Heute war ein extrem fauler Urlaubstag bei extremer Hitze. Dennoch habe ich mich irgendwann aufgerafft und einen Spaziergang zum Hafen von Venice gemacht. Vom Hafen habe ich nur ein Bild von der äußersten Spitze.  Das geht kilometerweit so weiter.  Bin dann weiter zu den Kanälen, die ziemlich wenig Wasser haben aber wegen denen Venice seinen Namen reklamiert. Toll ist das schon so zu wohnen mit seinem Kanu oder Kajak direkt am Kanal. Aber bei einer Trockenheit, wie dieser, dürfte das Vergnügen wohl durch Modergeruch  in der Luft ein wenig geschmälert sein.

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Es geht entang der Strandpromenade, vorbei an Muscle Beach, wo nur wenige, nicht so sehr beeindruckende Bodybuilder ihrem Training nach gehen. Ich für meinen Teil habe beschlossen hier auf eine öffentliche Trainingseinheit zu verzichten. Irgendwann bin ich wieder im Appartement und so kaputt, dass ich erstmal ausruhen muss. Beim Lesen fallen schlicht die Augen zu. Am späten Nachmittag, tatsächlich wird es dann ein bisschen kühler, gehe ich noch mal zum Strand und diesmal schaffe ich es auch ins Wasser und lasse mich von den riesigen Wellen hin und her werfen.

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Der Strand ist enorm. Da ich keinerlei elektronische Geräte mitgenommen habe, bleibt mir nur die Schritte zu zählen und es waren an die 300 von der Strandpromenade bis zum Wasser.

Die Strandpromenade ist große Show. Zwischendrin dann mal ein Oldtimer oder ein deutscher Qualitätsdöner. Mit deutscher Qualität wird hier häufig Werbung gemacht. Überhaupt gibt es irre viele deutsche alte Autos, Käfer, T-Mobile, einer der ersten VW Kombis und Bulli VW Busse sind sehr beliebt.  Es gibt auf der Promenade  seltsame Läden und Typen aber zwischendrin immer wieder aufdringliche Bettler. 

Die Diskrepanz zwischen reich und arm zeigt sich hier besonders deutlich. 

Der Abbott Kinney Boulevard,  fünf Minuten zum Appartement, ist eine interessante neue Umgebung.  Bekleidungsgeschäfte, Bars, Restaurants und andere Läden alles cool und besonders eingerichtet. Nun ich kann leider nichts mitnehmen, aber wer einkaufen will kann hier viel Zeit verbringen.