Wir feiern ein großes Familienfest am Bodensee. Mit über 35 Familienmitgliedern sind wir in Überlingen mit dem Schiff nach Wallhausen, von dort zur neu eröffneten Marienschlucht gewandert und von dort mit dem Schiff zurück nach Sipplingen. Inklusive der Schifffahrten wahren das 15 km und immerhin 304 Höhenmeter, die wir auf dem Wanderweg und den Stahltreppen der Marienschlucht erwandert haben.
Überligen erreichen wir mit den Zug und langsam geht es vom Bahnhof zum Landungsplatz. Vorbei am Überlingen Schwertletänzerbrunnen wo ein fürsorglicher Anwohner für Abkühlung mit Fussbad sorgt und weitere Abkühlung erhalten wir auf auf dem schattigen Münsterplatz an der Eisdiele.

Der Brunnen mit dem Bodenseereiter am Landungsplatz findet immer einige Zuschauer und dient heute bei über 30 Grad auch der Abkühlung. Auf dem See sind die Blick auf die Uferorte wie hier Überlingen das Highlight. Auf der kurzen Fahrt kann man auch Bier trinken, dass muss man aber zügig angehen, den nach knapp 20 Minuten ist man schon wieder drüben in Wallhausen. Da es an der Marienschlucht keinen Kiosk gibt decken wir uns im Wallhausener Dorfladen erst einmal ein mit Getränken und Verpflegung ein.

Der kurze Teil des Seeuferwegs von Wallhausen ist leider immer noch nicht begehbar und gesperrt, was einen Teil der Höhenmeter verursacht. Wir versuchen uns im Wald zu halten aber müssen doch auch immer wieder in die sengende Sonne. Bis wir beim Burghof wieder den Wald erreichen und in steilen Serpentinen wieder zum Seeuferweg kommen. Dieser ist alles andere als flach, es geht rauf runter auf relativ schmalen Pfaden und einer ganze Menge Gegenverkehr. Wenngleich wir mit unserer Gruppe wahrscheinlich die Mehrheit bilden.
So benötigen wir für die ca. 6-7 km, die es zu bewältigen an die zwei Stunden. Die Mehrheit unserer Gruppe such als erstes das kühlende Bad, während sich eine klein Minderheit als erstes zur neu gestalteten Marienschlucht aufmacht. Die großen sicheren Stahltreppen, Plattformen und ausgesetzten Aussichtspunkten erlauben sensationelle Aussichten auf den teilweise türkisblauen See. Seit einigen Monaten ist die Schlucht wieder öffentlich und sicher begehbar ist, nachdem sie nun über Jahrzehnte gesperrt war. Beim Runtergehen sieht man die tiefe Schlucht unter sich, denn die Stahlgitter sind durchsichtig. Bis zu den höchsten Aussichtspunkten sind es etwa 50 Höhenmeter.
So gelangen wir schließlich wieder zurück an unsere Badestelle und steigen in den See. Der fühlt sich insbesondere im flachen Uferbereich wie eine warme Badewanne an, weiter draußen ist es dann erfrischender. Mit dem nächsten Schiff setzen wir nun nach Sipplingen über. Wir haben dort noch 45 Minuten Aufenthalt, den die Mehrheit wieder für einen kurzen Café-Stopp nutzt. Mit der Bahn fahren wir wieder zum Ausgangspunkt zurück und sparen so die exorbitanten Sipplinger Parkgebühren, wenngleich kurzen Bootfahrten mit 6€ von Überlingen nach Wallhausen und 7,50€ von der Marienschlucht nach Sipplingen auch nicht unbedingt besonders preiswert erscheinen. Aber die Panoramen sind es wert.
Der Zug kommt auch nur geringfügig verspätet an und zum Abendessen wind wir tatsächlich alle vollzählig beieinander, keiner ist verloren gegangen.