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Überlinger See und Untersee

Ende März lockt uns sommerliches Wetter zu einer Radtour am westlichen Bodensee. Der Wetterbericht verspricht über 20 Grad. Wir schwingen uns kurz vor Mittag auf die Räder, mutig in kurzer Hose und es fühlt sich ziemlich kühl an, aber mit langer Jacke geht es gut und irgendwann ist es so warm, dass ich Jacke gegen Weste tausche. Dank Pandemie sind die Radwege so leer, wie wahrscheinlich so kurz vor Ostern sonst nie. Entlang des Überlinger See führt der Bodenseeradweg an der Goldbacher Kapelle vorbei, unterhalb der Heidenhöhlen über Sipplingen bis Ludwigshafen (früher Sernatingen, woran uns das Peter Lenk Relief am Rathaus von Ludwigshafen erinnert).

Goldbach, Sipplingen, Ludwigshafen

Neben dem Relief gibt es in Ludwigshafen andere Skulpturen und einen Brunnen zu sehen und natürlich See- und Alpenpanorama. Am Ortsende verlassen wir den See Richtung Bodman, wo wir ein bisschen rumirren und dann führt der Radweg nach Konstanz über Radolfzell. Wir hätten auch über den Bodanrück fahren können aber haben uns für Maximierung der See- und Alpensicht und Minimierung der Höhenmeter entschieden.

Radolfzell und Untersee

In Radolfzell stärken wir uns mit Pizza im Karton bewundern Altstadt, Münster, die Seeseite inklusive einer hockenden Skulptur direkt am Seeufer. Auf der Nordseite des Untersees führt der Radweg durch Allensbach mit tollem Blick auf Reichenau und Alpen bis nach Konstanz. In Konstanz werden die Radwege dann doch voller und wir steuern den direkten Weg zur Fähre an.

Fähre nach Meersburg

Auf dem See mit Maske im Wind im zugigen Außenbereich bietet sich uns ein faszinierendes Alpenpanorama entlang des ganzen Sees. In Meersburg schließen wir Richtung Unter-Uhldingen über Seefelden, am alten Untermauracher Kloster unterhalb der Birnau die Runde in Nussdorf.

Birnau und Seefelden

Insgesamt waren wir 72 km unterwegs (etwa 4 km davon Fährfahrt) und sind bescheidene 370 Höhenmeter geklettert.

Wanderung Neckargemünd – Neckarsteinach

Schon wieder ein milder herbstlicher Sonntag mitten im November. Ein Tag prädestiniert um eine kleine Wanderung zu machen. In Neckargemünd starten wir und queren den Neckar. Von der Brücke ist die Aussicht auf den Ort, die Mündung der Elsenz und der Neckar besonders schön. Auf der anderen Seite führt der Weg steil nach oben um dann wieder langsam Richtung Neckarsteinach abzufallen.

Je mehr wir uns Neckarsteinach nähern umso voller wird es. Bei der ersten Burg, dem Schwalbennest oder Burg Schadeck hat man einen wunder baren Blick auf den Ort, auf den Dilsberg und den Neckar.

An der zweiten Burg, der Hinterburg, ist ein derartiges Getümmel, dass wir schnell weiter gehen. Die Restaurants im Ort sind zu aber einige bieten Essen zum mitnehmen an. Nach kurzer Wartezeit tragen wir unseren Pizzakarton zur Bootsanlegestelle, finden eine sonnige Bank und verzehren das Mittagsmahl. Wir sind nicht die Einzigen mit dieser Idee, was sich an den Papierkörben erkennen lässt.

Auf dem kleinen Uferweg zum Neckar Kraftwerk mit Schleuse und Übergang hat man nochmal einen tollen Blick auf den Neckar und die Burgen. Auf der anderen Seite ist es um 14h schon schattig und auf dem steilen Weg zum Dilsberg hoch begegnen uns auch wieder einige. Steil runter Richtung Rainbach und dann nochmal kurz steil hoch in den Wald führt der Rückweg (diesmal von Komoot ermittelt) uns wieder zurück an den Ausgangspunkt.

Ein wunderschöner Tag in Herbstfarben mit leider viel mehr Betrieb als in der Vergangenheit an den gleichen Orten.

Herbstwanderung im Überwald

Lange habe ich hier nichts mehr berichtet. Wegen Corona und Home Office war unser Tatendrang etwas reduziert. Heute haben wir uns in kleiner Runde zusammengefunden um ein paar neue Ziele im Überwald bei Siedelsbrunn im Odenwald zu erkunden.

Von der „Passhöhe“ bei Siedelsbrunn, direkt beim Buddha Zentrum geht der Weg los, am Funkturm vorbei bis zur höchsten Erhebung, der Stiefelhöhe, die durch einen schönen Hinkelstein markiert ist. Immerhin eine Höhe von 589 Meter erreicht man, etwas mehr als beim Königsstuhl. Der Wald ist herbstlich und am Wegrand sind viele Fliegenpilze zu finden.

Das nächste Ziel ist die steinerne Bank, mit schöner Aussicht und direktem Blick auf die Windräder. Diese sind nun auf einigen Höhenzügen zu sehen. Unzählige Plakate in den Orten künden von heftigem Protest gegen diese Form der Energiegewinnung.

Stichwort „Bank“: auf dem Weg sind sie alle ausnahmslos besetzt. So braucht es eine Zeit, bis wir ein schönes Plätzchen für unser Picknick finden. Übrigens sind auch alle Parkplätze da oben ziemlich voll und auf den Wanderwegen begegnen wir vielen Leuten, die die gleiche Idee hatten wie wir.

Das nächste Ziel ist Lichtenklingen. Auch hier gibt es einige Leute, die unterwegs sind: ein altes denkmalgeschütztes verlassenes Forsthaus, eine verfallene Kappelle mit Devotionalien der Gottesmutter, der diese Kappelle geweiht war. Von dort geht es vorbei an einem alten Laufbrunnen ins Eiterbachtal hinunter, entlang einer Weide in der Rinder einer uns unbekannten Rasse grasen, inklusive kleiner Kälbchen.

Der Weg hoch zurück nach Siedelsbrunn folgt dem grünen Tal des malerisch gewundenen Bach. Bei einsetzender Dämmerung erreichen wir unseren Ausgangspunkt. Es ist immer erstaunlich und erfreulich, wie sich in unmittelbarer Nähe immer wieder neue schöne Orte finden lassen.

Wandern in der fränkischen Schweiz

Mit vielen Pausen und gemütlichem Tempo haben wir heute die Gegend um Obertrubach in der fränkischen Schweiz erkundet.

Tolle Felsformationen, ein paar Burgruinen und gemäßigtes Terrain. Geht zwar immer wieder steil hoch und runter aber nur über kurze Passagen, da die Höhenunterschiede nicht sehr groß sind.

Eine kleine Tour durch den Odenwald

Eigentlich ist diese Tour nicht der Rede wert. Nur 78 km mit gut 1000 Höhenmetern. Erstmal eine ganze Strecke über die Ebene, bei Ladenburg den Neckar überquert und dann bei Hohensachsen die alte Straße nach Oberflockenbach hoch. Erfreulicherweise ist wenig los auf der Straße und trotz einiger Wolken hält sich das Wetter bei angenehmen Temperaturen.

Wie gesagt eigentlich nicht der Rede wert und damit eigentlich kein Grund zur Veröffentlichung. Aber ich habe ein neues iPad und damit muss ich natürlich testen ob alle Abläufe auch genauso funktionieren. Grundsätzlich muss man sagen ist das schon eine ziemlich angenehme Erfahrung. Insbesondere mit der neuen Tastatur zu schreiben funktioniert so gut, dass man am liebsten gleich alles damit schreiben möchte.

Blick vom Köpfel

Auch wenn der kurze steile Aufstieg am Ende nach langer Abfahrt vom langen Kirschbaum etwas schmerzt so wird man doch immer wieder mit fantastischem Ausblick belohnt. Nach Abfahrt am Kloster Neustift vorbei geht es dann entlang des Neckars bem alten Arbeitgeber SAS vorbei auf der leider ziemlich befahrenen Uferstraße zurück.

5 Hügel um Heidelberg

Um nun meine bescheidene Form nicht gleich wieder zu verlieren habe ich trotz Hitze und Gewitterwarnung eine etwas längere Tour gemacht. Da ich dabei versucht habe einige Höhenmeter zu sammeln nehme ich diese Tour mal bei den Reiseberichten auf.

Fährt man auf der nördlichen Neckarseite von Dossenheim hoch zum Weißen Stein, dann überquert man auf der nördlichen Neckarseite die Höhenrücken verschiedener Neckarseitentäler und bei Hirschhorn geht es dann auf die andere Seite des Neckars und dort sammelt man mit dem Anstieg von Hirschhorn nach Moosbrunn und dem Königsstuhl weitere Höhenmeter.

Weißer Stein und nach Brombach

Der Weg durch die Stadt bis Dossenheim führt über gute Radwege. In Dossenheim geht es gleich steil nach oben auf gutem Asphalt bis zur Gipfelgaststätte und dem Turm. Ein kleiner geteerter Waldweg führt zum langen Kirschbaum. Der Weg ist am Wochenende sehr frequentiert. Über Wilhelmsfeld und einen kleinen Zwischenanstieg zum Kohlhof erreicht man in steiler Abfahrt über Vorderheubach dann Heiligkreuzsteinach. Am Ortsende geht es links ab und steil hoch. Bei gut 400 Meter ist die Höhe erreicht. An der Hirschquelle fließt das Wasser derzeit spärlich. Hunderte von Wespen fühlen sich an der Quelle sehr wohl. Wird somit zu einer kleinen Mutprobe die Flaschen durch den Wespenschwarm zu füllen.

Ein kurzes Stück auf der größeren Straße nach links und dann geht es gleich wieder rechts ab Richtung Brombach (muss man wissen, kein Hinweis, nur Verbotsschilder). Das war mal eine richtige Straße und ist jetzt ein asphaltierter Weg mit sehr vielen Schlaglöchern. Manchmal fehlt der Asphalt ganz. Vorteil: keine Autos, keine Motorräder, keine anderen Radler, keine Fußgänger. Aufwärts bei durchgehend 10% Steigung geht das ganz gut. Brombach ist ein Dörfchen auf der Höhe, nicht viel los außer Wäldern und Feldern. Eine badische Enklave umgeben von Hessen.

Hirschhorn und Königsstuhl

In Hirschhorn wird der Neckar überquert. Man kann da schon etwas mehr Zeit verbringen aber diesmal spare ich mir die Pause hier. Erwas moderater geht es auf der anderen Neckarseite hoch nach Moosbrunn.

Auf dem Weg hoch sieht man die Burg und die Windräder, die auf den Höhen des Odenwalds einen gespenstischen Eindruck vermitteln. Auf der welligen Hochfläche führt der Weg über Schönbrunn und Haag nach Waldwimmersbach. In Jos-Bistro-Eiscafe am Ortsende mache ich immer gerne eine kleine Pause.

Es gibt hier nun unzählige Varianten und diesmal entscheide ich mich für Kloster Lobenfeld. Unglücklicherweise sind die Verkehrsplaner auf die verwirrende Idee gekommen, die kleine Kreisstraße für Radfahrer zu sperren und ich weiche über den Radweg hoch zum Wald aus. Bei Meckesheim bis Bammental gibt es ein paar Tropfen von oben aber es hält. Auch aus dem großen Roßbrunnen auf dem Weg hoch zum Königsstuhl fließt das Wasser nur spärlich.

Man erreicht so gute 1800 Höhenmeter auf 96 km. Wenn die Klingenteichstraße in der Abfahrt vom Königsstuhl nicht gesperrt wäre und man über Speyerer Hof, Steiger Weg wieder zum Gaiberger Weg fahren könnte, dann wären die letzten Meter um die 2000 voll zu machen auch noch drin.

Hügel um Heidelberg

Von Bad Friedrichshall nach Heidelberg

Heute musste ich es bis nach Heidelberg schaffen, da morgen wieder ein paar Termine auf mich warten. Das lässt sich von Bamberg ohne Einbau einer Zugfahrt nur schwer realisieren und ich buche ein Ticket. Der Bahnhof ist schnell erreicht und mit Umstieg in Würzburg steuere ich Bad Friedrichshall an um von dort den Neckarradweg flussabwärts zu fahren. Ab Eberbach kenne ich das eigentlich schon zur Genüge aber dazwischen wäre es weitgehend Neuland. Einmal waren wir schon von Hirschhorn bis nach Mosbach unterwegs. Bis Mosbach klappt das auch sehr gut. Zunächst passiere ich Bad Wimpfen über das ich ja schon ausführlich von unserer Tour an Frohnleichnam berichtet hatte. Es gibt einige Burgen zu sehen, die Sonne scheint, der Wind kommt von vorne.

Viele Burgen

Bei Neckargerach verlässt mich dann das Navigationsglück. Ich habe nicht realisiert, dass ich dort die Neckarseite wechseln muss, fahre gemütlich vor mich hin und lande auf ein einmal in der Wiese. Ein bisschen zurück, kein Internet-Empfang, zwei E-Biker, die in den Wald fahren, wird schon richtig sein, also hinterher.

Bei so etwa 200 Metern Höhe kommen mir erste Zweifel, denn meine damalige Reisetruppe wäre kaum ohne Protest diesen Anstieg gefahren. Bis auf 13% Steigung entwickelt sich die Steigung und schon sind 300 Meter erreicht. Der Weg entwickelt sich zu grobem Schotter aber immer noch stehen freundliche gelbe Zeichen an den Bäumen, die signalisieren, das man hier auf dem Neckarradweg sei. Kurz vor 400 kommt wieder eine Asphaltstraße, die nach Neckargerach oder Zwingenberg runter führt. Oben geht es nach Schwanheim. Wo ich nun eh schon fast oben bin, entschließe ich mich auch oben zu bleiben und auf die vielen Neckarschleifen zu verzichten. Über Neunkirchen, wo mich die grünen Radpfeile nochmal in die Irre schicken, bekomme ich im Dorfladen wenigsten Flüssigkeitsnachschub. Über Schwanheim, Haag, Waldzimmern geht es dann weiter und den Neckar erreiche ich bei Neckargemünd wieder. Ab dort ist das sicher der schlechteste Teil des Radwegs entlang der großen Fahrstraße. In Waldzimmern gibt es am Orstende erfreuerlicheweise immer noch das nette kleine Eiskaffee mit Milchkaffee und Käsekuchen.

Meine Erwartung eine flache Etappe mit gutem Schnitt schnell absolvieren zu können erfüllt sich nicht. Mit 80 Kilometern und 800 Höhenmetern ist es dann doch wieder anstrengender geworden.

Eindrücke vom Umweg

So gibt es auf dem Umweg nur wenig Eindrücke: mein Rad in der Sackgasse, Bilder von oben mit vielen Blumen auf den Wiesen und schottrigen Wegen, der Neckar kurz vor der Festung Dilsberg und schließlich das Kloster Stift Neuburg kurz vor Heidelberg. In Heidelberg ist der Verkehr mal wieder recht heftig und da ich auf der Straße fahre gibt es keine Bilder mehr.

Trotz allem war es eine schöne letzte Etappe und schieben wir es mal auf den Zufall, dass es dieser Weg geworden ist.

Von Bayreuth nach Bamberg

Nach der Zwischenetappe Bayreuth geht es heute nach Bamberg. Um dem Pfeifen am Rad nachzugehen suche ich nach einem Radhändler in der Nähe meines Cousins. Aber während ich hinfahre höre ich absolut nichts. Außerdem steht direkt an der Tür, dass er leider keine Räder zur Reparatur annehmen kann (die ganze Woche nicht). Also umgezogen, Sachen gepackt und verspätet losgefahren.

Die Strecke nach Bamberg führt erfreulicher Weise nur über wenige große Straßen. Meist kleine Nebenwege oder Radwege aber auf den 60 Kilometern summieren sich 700 Höhenmeter. Das Pfeifen und die Störgeräusche kommen leider immer wieder sporadisch und ich kann das Problem nicht finden.

Es sind die Nordausläufer der fränkischen Schweiz und es gibt in den vielen Dörfern, die ich durchquere, einige Gasthäuser, insbesondere entlang der Brauereistraße. Aber Montag ist traditioneller Ruhetag und ich finde in keinem dieser Dörfchen ein Geschäft. So komme ich mit leeren Flaschen und viel Durst in Bamberg an.

In Bamberg angekommen gibt es endlich den ersehnten Käsekuchen mit Kaffee und einem großen Cola. Dabei finde ich ein nettes kleines Hotel über Hotelportal, rufe aber direkt an. Die Dame an der Rezeption gibt viele Tipps, es sei so schön, da könne man die Seele baumeln lassen. Ich bin nicht der Einzige, der das in den mittelalterlichen Gassen und auf den vielen malerischen Brücken mit Blick auf Klein Venedig tut.

Streifzug durch Bamberg

Dann steht der kurze Anstieg zum Domberg an. Da gehe ich trotz Mundbedeckungspflicht und Kopfbedeckungsverbot hinein, nehme mein Kappe ab und setze mir die Maske auf. Vor dem Bamberger Reiter, den ich gerade fotografiere, fragte mich eine Dame ob er das sei.

Dom, Reiter, Rosengarten

Gegenüber ist der traumhafte Rosengarten mit Blick über die Stadt. Es tröpfelte ein bisschen und klart gerade wieder auf. Ich finde noch ein paar Motive, bekomme super Pizza im Little Italy und finde einen kleinen Biergarten direkt an der Regnitz in dem ich Zeit, Muße und ein leckeres Bamberger Lager habe, also alle Voraussetzungen für diesen Bericht.

Von Hof nach Bayreuth

Heute habe ich den Plan geändert und mich zum Besuch in Bayreuth entschieden. Die Strecke führt teilweise durch Ausläufer des Fichtelgebirge über winzige Sträßchen mit weiterhin viel Auf und Ab. Es gibt Wald und Felder zu sehen und eigentlich durchweg Windräder. Schon fast schwierig eine Perspektive zu finden auf der keins mit drauf ist.

Zwischen Hof und Bayreuth

Bad Berneck im Fichtelgebirge bietet ein bisschen Abwechslung. Es gibt Marmorkuchen und Milchkaffee und so geht es mit neuer Kraft auf die letzten Kilometer. Insgesamt werden es 60 bei 800 Höhenmetern. Leider pfeift etwas am Rad ich vermute es liegt an den Bremsen, finde es aber nicht.

Von Chemnitz nach Hof

Nach langen 111 Kilometern und zermürbenden 1660 Höhenmetern habe ich Sachsen heute hinter mir gelassen und bin in Hof in Bayern/Franken angekommen.

Diesmal habe ich mir mit Komoot eine Tour erstellt und an den Garmin übertragen. Das hat relativ gut funktioniert aber der Anteil auf der nervigen B173 war zu viel. Kurz vor Zwickau geht es auf kleinere Straßen, da wird es zu einer richtigen Radtour, aber ca. 8 km vor Plauen ist dann schon wieder Schluß damit. Ab und zu ist mal ein Radweg eingerichtet aber meist klebt man am Rand und die anderen müssen überholen.

Eindrücke von der Strecke

In Plauen sind es schon fast 80 km, da mach ich Pause und ein paar Fotos. Alles ziemlich leergefegt, Cafés und Konditoreien sind zu, kein Kuchen, kein Kaffee. So serviert mir ein sehr netter Sachse in der Irish Pub Corner mitten auf dem Platz ein alkoholfreies Bier und eine Bratwurst mit extra Portion Senf.

Plauen

Die Erkenntnis der Vortage, überall Ruinen, bestätigt sich auch auf dieser Fahrt. Damit könnte man ein dickes Fotobuch füllen, würde man jedes verlassene Objekt knipsen. Manche Häuser sind sogar direkt in Plauen nahe am Zentrum.

Verlassene Objekte

Das Vogtland ist auf jeden Fall wellig. Kaum ein Anstieg über 150 Höhenmeter aber es geht andauernd auf und ab und teilweise ziemlich steil.

Die letzten Meter nach Hof hinein geht es wieder über verwunschene kleine Wege. In Hof ist das Hotel Central gebucht und auf dem Spaziergang durch die Stadt finde ich das Restaurant Karoline, ein echter Geheimtipp. Schon lange nicht mehr so gut im Restaurant gegessen.

Hof

Natürlich gibt es Schönes zu fotografieren aber die Fußgängerzone macht einen äußerst durchwachsenen Eindruck. Ein paar gute Geschäfte sind dabei aber extrem viel steht frei. Viele Billigläden ergänzen Döners und Spielhallen. Drastische Muster von Stilbruch finden sich an einigen Häusern. Das sieht nicht nach einer guten Entwicklung aus. Es ist aber alles sehr entspannt und es gibt erfreulicher Weise wieder Biergärten, so dass ich in einem davon diesen Bericht verfassen kann.