Von Hornberg nach Freiburg

Zusammenfassung:

Distanz: 73 km mit 1357 Höhenmetern entlang folgender Orte: Hornberg, Schonach im Schwarzwald, Schönwald im Schwarzwald, Furtwangen im Schwarzwald, St. Märgen, Buchenbach, Freiburg im Breisgau.

Gestern Abend habe ich mich dann doch noch aufgemacht hoch zur Burgruine um den Panoramablick ins Tal bei Sonnenuntergang mit rot-orange gefärbtem Himmel über den Schwarzwaldhügeln zu sehen. Auch die Vogelperspektive auf Hornberg mit dem markanten Eisenbahnviadukt im Hintergrund ist sehenswert und der mittelalterliche Mauerturm der Burgruine ist gerade noch vom letzten Licht des Tages beleuchtet.

Nachdem ich heute kurz nach 9h den Adler mit einem gutem Frühstück verlasse habe, ist das gelbe historische Rathaus samt Wappenschmuck und Giebeluhr durch die Morgensonne beleuchtet.

Die Straße nach Triberg ist mit dem Fahrrad kein Vergnügen, der Radweg fehlt und es ist viel Verkehr. So entscheide ich mich für den Aufstieg zum Hotel „Schöne Aussicht“. Es ist wieder verdammt steil. Das Schild am Anfang mit 16% fühlt sich wie der Durchschnitt an, nicht wie das Maximum. Die Aussicht (mit Holzstapel) ist dann tatsächlich sehr sehenswert und auf dem großen Parkplatz ist einiger Betrieb. Auf der Strecke ist aber kaum Verkehr.

Da oben geht es auf der sanft geschwungenen Hügellandschaft weiter bis ich Schonau erreiche. Idyllisch im Tal gelegen, mit Kirchturm und wieder eines der obligatorischen Windräder am Horizont. Ohne gibt es hier kein Panorama. Mein Fahrrad wird malerisch an den Ortsstein „Schonach“ gelehnt, dahinter Dorfkirche und und Ortsteich.

Die Kühe auf sattgrüner Weide vor Waldkulisse prägen das Bild dieser Landschaft, bis es dann wieder richtig steil den Berg runter geht. Zum Beweis das Warnschild „18 %“ vor dem steil abfallenden Tal.

In Furtwangen vergesse ich ein Foto zu schießen, dafür gibt es in der Confiserie Mayerhöfer einen sehr leckeren Käsekuchen mit Milchkaffee. Nachdem ich zunehmend von der Qualität von Komoot genervt bin, habe ich mir Mapy.com geladen. Kostenlos mit Premium Version und damit habe ich eine Tour direkt nach Freiburg planen lassen.

Der traumhafte Weg, den Mapy gefunden hat führt an der historische Mühle „Hexenlochmühle“ vorbei. Da ist viel Betrieb am Bach und die Motorräder haben diesen Ort natürlich auch schon gefunden. Noch 2x geht es bergauf, diesmal aber meist deutlich unter 10%. Meist sind es fast völlig verkehrsfreie Wege aber auf der steilen Straße ins Tal staut sich der Verkehr immer wieder, dicke entgegenkommende LKWs erfordern das aber ich kann bei Geschwindigkeiten zwischen 40 un 70 km/h ganz gut mitschwimmen.

Auf gepflasterten Feldwegen und vielen Freibufert Radwegen komme ich dann an mein Ziel. Der rote Bären ist das nach eigenem Bekunden älteste Gasthaus Deutschlands.

In der Dreisam, an der der Rad vorbei führt, kühlen sich einige Menschen indem sie sich dort einfach inst flache Wasser der kleinen Staustufen legen. Die unzähligen Motive Freiburgs sind hier mit historischem Rathaus mit grüner Turmkuppel und Uhr, belebter Gassen mit Bächle und Straßencafé, dem gotischen Münster mit schlankem Turm aus rotem Sandstein, sowie dem Bächlekanal im Stadtzentrum nur angedeutet.

Vorm mittelalterlichen Schwabentor in der Fußgängerzone, sitzen wie überall, wo das Wasser durch die Straßen fließt, Menschen die Kühlung suchen und ihre Füße ins Wasser des Rinnsals halten. Es ist jetzt kurz vor 19h und mein Thermometer zeigt immer noch über 30 Grad. Das älteste Hotel Deutschlands, hat leider noch keine Klimaanlage für mein Zimmer unterm Dach.

Mal sehen ob ich den Schleichwegen morgen weiter folge oder einen moderateren Plan verfolge werde.

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