Von Quiberon nach Vannes

Exakt um 10h haben wir heute wieder unser Hotel „Le Bretagne“ verlassen. Nachdem die Gitarrenband gestern noch ein paar Zugaben offerierte, wurde es spät. Es gab ein richtig umfassendes Frühstück. Das haben wir ausführlich genossen. Heute wartete mit 48 km eher eine überschaubare Etappe ohne nennenswerte Steigungen auf uns. Zunächst ist der Weg sehr in Ordnung, bis zu den Bunkern ist es der gleiche Weg wie gestern unter blauem Himmel mit ein bisschen Rückenwind.

Ab da und bis Auray wird es übel. Entlang der viel befahrenen D768 gibt es einen als Radweg ausgezeichneten schmalen Streifen (kleiner ein Meter), auf dem wir uns nun über 10 km die Straße mit den Autos teilen müssen. Irgendwann beginnt ein Stau, der sich bis Auray kaum auflöst. Wir überholen immer die gleichen Autos auf dem Weg. Allerdings ist das auch kein Vergnügen, da sie beim Stehen oft nach rechts fahren und damit den Streifen gefährlich reduzieren. Andererseits ist es flach, wir haben Rückenwind und kommen so doch sehr schnell voran. Im Gewimmel der Kreisverkehre beim Abzweig auf die Nationalstraße sind wir dann tatsächlich gleichzeitig mit den Autos da, die uns anfangs überholt haben. In Auray selbst gibt es auch nur schmale Streifen am Rand und viel Stau und viele aggressive Fahrer. Ein Autobeifahrer will, aufgrund meiner (zugegeben) wenig galanten Geste, als Reaktion auf die Huperei seiner Fahrerin, vor lauter Wut am liebsten schreiend aus dem Autofenster rausklettern.

Nach Auray wird es besser, richtige Radwege, wieder kleine Straßen. Bei Bono gibt es mit der alten Brücke, dem malerischen Hafen und einem kleinen Markt erste Highlights. Blicke auf den Golf von Morbihan, nach dem dieses Departement (56) benannt ist, haben wir in Le Moustoir.

Dort schieben wir dann auch noch ein kleines Päuschen ein, bis wir die letzten 10 km zu unserem Appartement in Vannes angehen, das wir um 14h beziehen. Es liegt gut einen Kilometer vom historischen Zentrum entfernt. Der Weg nach Vannes-Zentrum führt am Hafen vorbei, dort gibt es Flohmarkt mit vielen alten Büchern und Comics. Interessant zum stöbern.

Im Zentrum gibt es mal wieder eine gotische Kathedrale, die allerdings erst im 15 Jahrhundert begonnen wurde, um erst im 19. Jahrhundert fertiggestellt zu werden. Außerdem sind in Vannes unzählige interessante und krumme Fachwerkhäuser, eine Stadtmauer, ein paar Tore und Türme und den Hafen mit vielen großen Segelbooten. Unser mit 4,6 bewertetes Restaurant Le Chatelet erfüllt diesen Anspruch nicht so ganz.

Die Stadt ist sehr voll und touristisch, was sich auch im Angebot der Art der Läden reflektiert. Aber kaufen wollen wir ohnehin nichts.

Heute waren wir 50 km mit dem Rad unterwegs mit 370 Höhenmetern. Meistens ein bisschen Rückenwind und leicht bewölkt bei 24 Grad. Der Zickzack-Kurs durch Vannes hat immerhin noch einmal 10 km Fußweg beigetragen.

Von Lorient nach Quiberon

Nachdem wir in unserem Rex Hotel auch noch ein vorzügliches Frühstück genießen konnten, sind wir wieder um 10h losgekommen. Der Hotelier war sehr freundlich und meinte, als ich das schöne große Zimmer gelobt habe, dass dies sein bestes Zimmer sei, also ein Upgrade. Komoot meinte uns über eine ganze Reihe von kleinen Fährpassagen führen zu dürfen und durch weitere Wege fernab vom Verkehr, was mich angesichts der gestrigen Erfahrungen nicht so richtig begeistert hat. Ich habe Komoot dann dadurch überlistet, dass ich statt „Fahrrad“ als Sportgerät „Rennrad“ angegeben habe.

Nun müssen wir statt über Fähren über einige (drei) Brücken fahren, die auch alle einen schönen kleinen Radweg haben, aber die Straßen dahin und davon weg sind dann eben alternativlos und auf den Teilstücken in der Mitte ist dann statt Radweg die Straße gemeinsam mit recht vielen Autos zu nutzen.

Bis Erdeven geht das so und es geht eigentlich ganz gut. Wir kommen mit Rekordgeschwindigkeit voran. In Plouhinec wird die Kirche angestrahlt und rundherum gibt es auf einmal alles, von Boulangeries über Épiceries bis hin zu Cafés ist alles da. Aber wir sind gerade mal eine Stunde unterwegs.

In Erdeven machen wir dann aber doch eine Pause, obwohl es noch nicht einmal 12h ist. Das Café mit Laden und Bäckerei und die Tische davor sehen einfach zu einladend aus. Wir folgen ab hier nun doch dem angezeigten Raweg nach Quiberon und kommen über die üblichen glatten Kieswegchen gut voran, unter anderem an einem Hinkelstein (Menhir) mitten im Wald vorbei und machen dann noch einen Abstecher vor zum Strand über die riesige Düne.

Hier ist nun wirklich weißer Strand, blauer Himmel, allerdings mit einem kühlen Wind. Etwa 23 Grad ist es.

Weiter auf dem Radweg kommen wir an „Freilichtmuseen“ vorbei. Das sind die deutschen Bunkeranlagen aus dem zweiten Weltkrieg, die hier besichtigt werden können. In der Düne steht weithin sichtbar ein riesiger Turm.

In Saint-Pierre-Quiberon kommen wir dann schon um 14h an. Freundlicherweise dürfen wir unser Hotelzimmer, diesmal ein ziemlich kleines, gleich beziehen. Damit rüsten wir unser Gepäck um und fahren mit leichten Sachen weiter die Halbinsel bis Quiberon runter und laufen ein Stück des Rundwegs rund um die Spitze. In Quiberon selbst gibt es natürlich auch einen Riesentrubel.

Nahe bei unserem Hotel in Saint-Pierre ist ein Menhir-Feld und ein Strand, in 150 Meter Entfernung. So kommen wir nach dem Rundweg zur Halbinselspitze erstmalig zum Baden im Atlantik und schaffen es tatsächlich in das Wasser hinein. Der sanft abfallende Strand macht es einem dabei leicht, da man einfach zügig hinein laufen kann.

In der auf Google mit 4.9 bewerteten Canaille gibt es spezielle Kompositionen, nicht billig aber sehr gut und im Pub Kraken Livemusik im Country Rock Stil (und Bier).

Bis Saint-Pierre-Quiberon waren es 45 km und dann noch einmal 17 km mit leichtem Gepäck, die Höhenmeter summierten sich auf kaum spürbare 300 Meter insgesamt. Der Wind blies selten, nur an der Spitze der Halbinsel war er stärker zu spüren und die Temperaturen schwankten im Bereich von 22-25 Grad.

Von Quimper nach Lorient

Da wir in Quimper im Selbstversorgerappartement sind, hatten wir gestern schon etwas Käse geholt und ich laufe zur Boulangerie. Nach dem Frühstück und nachdem wir das Airbnb Appartement in ordentlichem Zustand hinterlassen haben und ich mein Rad aus dem zweiten Stock wieder runter getragen habe, sind wir um 10h los.

Zunächst die üblichen Irrungen und Wirrungen bis wir endlich den Weg aus der Stadt gefunden haben. Komoot findet eigentlich im Großen und Ganzen ganz gute Strecken, aber manchmal würde ich demjenigen, der die Algorithmen verantwortet, gerne an die Gurgel gehen. Man fährt auf einer gelben Straße mit Radspur, dann will er auf einmal rechts über einen hohen Berg, um ein paar hundert Meter weiter wieder auf der gleichen Straße raus zu kommen. Diese erste Finte konnte ich abwehren, indem ich einfach geblieben bin.

Bis es wieder ans Meer geht, sind die Wege wellig, aber nicht zu steil. Das erste Foto mach ich bei Forêt-Fouesnant über die grüne Bucht bei Ebbe. Nach Concarneau müssen wir nochmal über einen steilen Bergrücken rüber und lassen uns dann entlang der Uferstrasse viel Zeit.

Im Café de L’Atlantic mit Blick auf Hafen und Befestigungsanlage auf der Insel in der Bucht machen wir unsere erste Pause und tanken alles wieder auf.

Komoot meldet, dass wir nun über die Brücke auf die „La Ville Close“ sollen, der Weg außen rum um den Hafen ist zwar nicht weit, aber warum nicht, könnte ja ganz interessant sein. Radfahren in der Sommerzeit ist nicht erlaubt und wir schieben und es ist tatsächlich nochmal einiges an Geschäften und Gastronomie geboten, geht halt langsam voran. Auf der andern Seite geht es wieder raus, da gibt es aber keine Brücke, sondern nur eine kleine Fähre. Immer nur zwei Räder dürfen mitgenommen werden, wir sind die ersten also das klappt. Das kostet zwar nur einen Euro pro Person, zieht sich aber eine ganze Zeit.

Nach ein paar Bildern von Fort und Hafen geht es dann über kleine Straßen weiter, dann über die bekannten „voies vertes“, aber irgendwann landen wir auf völlig wildem Schotter, dann mitten durch den Wald, dann verpassen wir einen Abzweig über irgendeinen Acker und landen mitten im grünen Wald. Nachdem wir das anvisierte weiße Sträßchen erreicht haben, kontrollieren wir unsere Reifen auf Dornen. Eigentlich wäre die gleiche Stelle auch über eine gelbe Straße erreichbar gewesen. Das hat so weder signifikant Strecke abgekürzt, noch Geschwindigkeit gebracht. Eher Kraft gekostet und Material belastet (wie sich später rausstellt). Beim nächsten Schotterweg weigere ich mich, da es eine kleine weiße Straße gibt, die fast an die gleiche Stelle führt.

Während wir da gemütlich runterrollen, macht mich ein Vogelgeräusch nervös, was immer schneller wird, je schneller sich meine Räder drehen. Unten auf der gelben D-Straße schau ich erstmal, ob es vielleicht doch kein Vogel ist. Siehe da: eine Speiche ist gebrochen. Die Folge von Schotterstrecken mit schweren Radtaschen. Google weiß Hilfe. In wenigen Kilometern gibt es einen Radhändler, der auch repariert. Wir erreichen ihn wenige Minuten später, Tür geschlossen, mit Handschrift steht auf dem Schild an der Tür: „jeudi et dimanche l‘apres-midi fermé“. Also fahren wir weiter vorsichtig und nur noch auf Straßen ohne Schotter nach Lorient. Das ist immerhin noch 20 km und eine gute Stunde gewesen, bis wir über gelbe (ziemlich befahrene) und weiße Straßen in Lorient ankommen. In der Haupteingangsstraße gibt es einen großen Radladen. Der repariert auch, aber leider nur auf Termin. Vielleicht ist in den nächsten Tagen was frei. Ein paar hundert Meter später kommt Decathlon und ich erinnere mich, dass die auch einen Service haben und siehe da: ein freundlicher junger Mann schaut sich das Rad an und stellt fest, dass eigentlich nur der Speichenkopf gebrochen ist, Speiche intakt und damit nur der Kopf getauscht werden muss. In zwanzig Minuten ist das Rad wieder ganz, aufgepumpt und die Kette geschmiert.

Wenige Kilometer später erreichen wir dann auch unser Hotel, der Wirt ist sehr nett, obwohl er keine Zeit hat und sich gerade irgendwo um seine Kinder kümmern muss. Unsere Räder kommen in den Hof und er erklärt uns, dass es seit dem zweiten Weltkrieg keine Altstadt mehr gibt. Das war ein wichtiger Hafen für deutsche U-Boote mit riesigen Bunkeranlagen und die Briten haben dann alles platt gemacht.

Im Spaziergang durchs Stadtzentrum sehen wir dann auch eine moderne Betonkirche, Fußgängerzone, einen Hafen mit vielen Seglern und kommen schließlich am Ziel an, dem „La Club Bulot“. Da gibt es Meeresfrüchte und auch ohne Reservierung bekommen wir freundlicherweise noch zwei Plätze.

So ist es ein langer Tag geworden mit 77 km und 750 Höhenmetern bei bewölktem Himmel mit Temperaturen um die 25 Grad. Gerade als wir das Hotel zur Erkundung von Lorient verlassen wollten, begann es zu regnen, so dass wir noch schnell die Regenjacken holen konnten. In einer sehr belebten Bargegend lassen wir den Tag mit Cidre und IPA ausklingen und hoffen auf besseres Wetter.

Von Cap Sizun nach Quimper

Nachdem wir nun gestern schon einige Körner verloren hatten, die sich bis heute morgen nicht wieder vollständig aufgefüllt hatten, waren wir ganz froh, dass es bis Quimper nicht ganz so weit war. Sowohl Komoot als auch Google schlagen vor, wieder den Weg nach Douarnenez zu nehmen, den wir gekommen sind. Das haben wir dann auch so gemacht, haben den Weg von der andern Seite gesehen und eine kleine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert entdeckt.

Der Weg, auf dem wir uns gestern mit viel auf und ab und einigem Gegenwind recht schwer getan haben, läuft nun mit leichtem Rückenwind deutlich lockerer. In Douarnenez waren wir mit 25 km noch nicht weit unterwegs und haben in der Bäckerei beim LeClerc noch einmal eine kurze Rast eingelegt.

Ab dann ging es nur noch über die „Voie Vert“ also grüne Route auf der alten Bahntrasse. Der Vorteil dieser Strecken: völlig autofrei, maximale Steigungen von 2%. Wenn es irgendwo eine Senke gibt, dann ist da eben eine Brücke drüber oder der Damm wurde angepasst. Damit fahren wir 25 km fast eben bis nach Quimper. Allerdings sind es diesmal ausschließlich Schotterstraßen und die schöne Allee rund um die Bahntrasse verhindert, dass man viel von der Landschaft sieht.

Quimper erreichen wir schon gegen 14h. Ich hatte ganz kurzfristig ein Appartement im Zentrum mit Kathedralensicht gebucht und das etwas abseits liegende Hotel storniert. Die Wohnung können wir dann auch tatsächlich direkt beziehen und haben somit viel Zeit für die Besichtigung der tollen Altstadt. Die Kathedrale gehört neben der von Saint-Pol-de-Léon und Tréguier zu den drei ältesten der Bretagne. Das besondere ist, dass das Hauptschiff einen Knick hat, über den es verschiedene Theorien gibt. Sonst gibt es natürlich eine ganze Menge Fachwerk und sehr viele Touristen. Wir sehen einen sehr guten Akkordeon Spieler und eine Jazzband.

Heute sind wir 51 km gefahren und haben 350 Höhenmeter bewältigt. Das Wetter ist weiterhin sehr angenehm. Morgens war sah es ziemlich grau und Nachmittags wurde der Himmel wieder blau, wenig Wind und angenehme Temperaturen.

Von Brest zum Cap-Sizun

Die Etappe heute war ziemlich lang angelegt. Als erstes sind wir von unserem ganz hervorragenden Appartement im Zentrum kurz vor 9h aufgebrochen, um rechtzeitig zum Beladen unserer Brestoa Überfahrt nach La Fret am Hafen zu sein. Den Platz und den Weg hatten wir uns gestern schon angeschaut und so ging das alles glatt. Es wollten einige Fahrräder übersetzen und der Platz für Räder war eng, für Passagiere war noch massenweise Platz. Ich hatte das schon vor Wochen online gebucht. Die Überfahrt geht pünktlich um 9:30 los und dauert genau eine halbe Stunde. In La Fret warten schon einige mehr und viele Fahrräder, um nach Brest rüber zu kommen.

Um 10h sind wir also auf der Halbinsel Crozon, die wir nun in Richtung Osten entlang fahren. Gleich zu Anfang sind einige Steigungen zu überwinden, um in der Mitte der Halbinsel eine Zeit lang die Höhe halten zu können. Zunächst gibt es wieder einen schönen Radweg, der nur manchmal Schotter und manchmal ganz neu geteert ist. Idyllisch weiden wieder weiße Rinder, diesen hier hat man die Hörner gelassen. Nun werden die Panoramen über spektakulärer und die Strecke wird immer wieder welliger. Es sind immer nur sehr wenige Höhenmeter zu bewältigen, aber ständig geht es steil runter und dann kurz danach wieder ebenso steil hoch. Hier mal eins der Warnschilder über 10%, später gab es auch mal eins über 20%

Am Strand von Pentrez, am östlichsten Punkt der Tour, machen wir unser erstes Päuschen, in Douarnenez nochmal eins. Den Ort sieht man schon malerisch von der anderen Seite der Bucht, aber bis wir dann drin sind und über die Brücke sind noch einige Steigungen zu erklimmen.

Ab da wird es wieder einsam und wir freuen uns in Beuzec-Cap-Sizun eine geöffnete Épicerie zu finden, in der wir dann noch einmal pausieren. Außerdem gibt es ein besonderes Kirchenensemble, was ich dann doch wieder fotografiert habe, denn die vielen Kirchen auf dem Weg sehen zwar alle interessant, aber doch sehr ähnlich aus.

Nach 76 km, auf denen zahlreiche schöne Strände und Ausblicke lagen, erreichen wir unser Ziel, ein „Chambre d‘hote – La Maison blanche“ in Cléden-Cap-Sizun. Wir beziehen unser geräumiges Zimmer, in dem es aber an Ablage- und Sitzgelegenheiten fehlt. Diesmal verzichten wir auf die Dusche und machen uns mit leichtem Gepäck noch einmal mit den Rädern auf, um noch weitere knapp 8 bkm bis zum Pointe-du-Raz zu fahren und dort die zerklüfteten Küstenlinien zu sehen. Obwohl es schon bald 19h ist, sind noch einige Leute unterwegs, die in den groß angelegten Parkplätzen 8€ Parkgebühren bezahlen und dann noch ca. 2 Kilometer vor laufen müssen. Wir können mit den Rädern bis fast an die Spitze fahren.

Danach fahren wir direkt in den Radklamotten zur von unserem Gastgeber empfohlenen Créperie du Cap in Plogoff, in der wir reichlich leckere Galette zu essen und Cidre zu trinken bekommen. Allerdings müssen wir draußen auf der Terrasse Platz nehmen, da drinnen wieder alles reserviert ist. Gut, dass wir die Jacken mitgenommen haben. Über eine letzte steile Abfahrt und die anschließende Steigung erreichen wir unser Domizil nach insgesamt weiteren 16 km. Jetzt die Dusche und danach ein Gläschen Rotwein.

Damit waren wir heute insgesamt 104 km unterwegs, 12 km davon auf dem Schiff, 76 km mit Gepäck und 16 km mit leichtem Gepäck. Insgesamt sind wir dabei 1182 Höhenmeter geklettert.

Von Saint-Pol-de-Léon nach Brest

Der Tag beginnt mit einem formidablen Frühstück. Es ist für französische Verhältnisse äußerst opulent. Käse, Schinken, Ei, Müsli, Kuchen, Nutella alles dabei nicht nur Butter und Marmelade, außerdem verschiedene Säfte und Obst. Aus dem Fenster sehen wir blauen Himmel und nur ein sanftes Lüftchen bewegt die Palme vor unserem Fenster. Auch wenn unser Zimmer recht klein war, so ist das Hotel de France auf jeden Fall eine Empfehlung.

Wir verlassen Saint-Pol-de-Léon und werden wieder über kleine Straßen geleitet, kommen an Stränden und Kirchen vorbei. Die Wege sind häufig wirklich super, wenn es über kleine weiße Nebenstraßen mit der französischen Kategorie C geht. Manchmal sind auch die gelben D Straßen sehr angenehm. Die orangenen sollte man meiden. Problematisch an der Wegführung der offiziellen Radwege sind die vielen Kies- oder Schotterwege, die nur sehr langsam befahrbar sind und mit meinen 32er Grand Prix 4 seasons Continental Reifen geht das gerade, aber breiter wäre besser.

Diesmal kommen wir durch ein paar Orte, wo auch ein bisschen was los ist. In Plouescat gibt es mal wieder eine Kirche mit dem typischen durchbrochenen Turm, außerdem ein als touristische Besonderheit gekennzeichnetes Dach. Bald danach werfen wir einen letzten Blick auf den Ärmelkanal.

In Lesneven machen wir eine Pause. Es ist Markt und der ist seitens der Besucher fest in deutscher Hand. Nach einem Rundgang landen wir wieder in dem Café, in das wir zu Anfang wollten, holen uns Schokoladencroissant in der Bäckerei nebenan und können mein Telefon aufladen, was nach den ersten 35 km bei 25% Akkukapazität angekommen ist.

In Gouesnou gibt es noch einmal eine besondere Kirche zu betrachten. Unerfreuerlicher Weise wurde sie im zweiten Weltkrieg militärisch als Beobachtungsposten genutzt und es waren verschiedene Gedenksteine und Tafeln von Opfern zu sehen, die hier umgekommen sind. Auch Saint-Pol-del-Léon war Schauplatz eines schrecklichen Massakers an der Zivilbevölkerung. Auf den Wegen sieht man immer wieder Gedenkmonumente für US Streitkräfte oder Gräber von Commonwealth Opfern.

Brest erreichen wir nachmittags, ohne dass es auch nur einmal geregnet hätte. Wir beziehen ein tolles Appartement direkt in der Innenstadt. Sauber, geräumig, alles da, Räder sind im Hinterhof verwahrt. Auf unserem Spaziergang durch die Innenstadt, Fußgängerzone, Brücken und Fort schauen wir auch beim Hafen vorbei, wo wir morgen übersetzen müssen. Die Mauer des Chateau sind riesig und der Hafen von oben stellt sich wie ein riesiges Wimmelbild dar.

Das Einzugsgebiet beginnt bereits 10 km vorher, aber der Weg ins Zentrum führt über gut geführte Radwege. Alle Sehenswürdigkeiten können wir in der kurzen Zeit nicht würdigen, schon gar keine der verschiedenen Museen. Die Sonne hat auch abends noch ordentlich Kraft, als wir auf der Terrasse der gemütlichen Bar „La Gueulle du Bois“ sitzen und wieder preiswert einen Teller Wurst/Käse mit Baguette bekommen.

Insgesamt waren es 70 km mit immerhin 650 Höhenmetern, kein Regen, ein paar Wolken und nur selten und moderater Gegenwind. Auch die Temperaturen sind mit um die 20 Grad moderat.

Von Tréguier nach Saint-Pol-de-Léon

Ganz Europa stöhnt unter der Hitze; nein, nicht ganz Europa, es gibt ein Gebiet unbeugsamer Gallier, wo es weiterhin kühl ist und beharrlich regnet. Wir sind allerdings darüber auch nicht so richtig glücklich.

Nachdem es nachts so richtig stark geregnet hat, haben wir beschlossen, früh los zu gehen, denn laut Prognose ist es vormittags in Ordnung, dann wird es schlimmer und nachmittags wieder besser. Außerdem habe ich zwei Reservierungen für Fahrräder im Zug auf der Strecke Lannion – Morlaix gebucht. Die Schechtwetterzeit hoffe ich somit im Zug überbrücken zu können.

Das Hotel Rest à Flot ist eine ziemliche Bruchbude mit schlechten Zimmern und Sonntag zu, also kein Frühstück. Oben am Marktplatz gibt es Boulangerie und Cafés.

Bis nach Lannion sind es 22 km und der Himmel sieht bedrohlich aus. Es kommen immer wieder ein paar Tropfen, so dass wir die Regenjacken anziehen. Auf der Strecke ist eine kleine Kapelle, vor der sich ein Radfahrer ausruht. Zwischendrin sind ein paar Radwegpassagen eher für Mountainbike geeignet. Am Ortseingang stellen wir uns kurz unter einen Baum und richtig los geht es aber in dem Moment, in dem wir unsere Räder abschließen, um in einer Bar / Brasserie Schutz zu suchen. Kurz vor 10:45 ist es nach 21,7 km. Während wir uns bei Milchkaffee und Cola aufwärmen, ist draußen Regensturm.

Um 12h hat sich die Lage beruhigt und wir spazieren durch die Altstadt mit Flohmarkt und Fachwerkhäusern. Riesige Plastikfolien werden gerade wieder bei den Ständen abgedeckt. Unser Zug steht schon im Sackbahnhof am Gleis und wir können einsteigen und unsere Räder an den Haken hängen.

40 Minuten später steigen wir in Morlaix wieder aus und machen uns auf die zweite Etappe, wieder mit 22 km. Wir kommen an dem Gebiet der Penze vorbei. Das sieht wie eine Kraterlandschaft aus, wenn das Wasser bei Ebbe fehlt. Unterwegs begegnet uns eine große Gruppe älterer Radler, alle ohne elektrische Unterstützung. In Deutschland ein seltenes Bild.

Eine Zeit lang fahren wir dann auf einer wenig frequentierten gelben D Straße, die wir dann aber dem offiziellen Radweg folgend leider verlassen und bei immer wieder aufkommenden Regenschauern durch ziemlichen Matsch müssen. Darunter leidet unser Erscheinungsbild ein bisschen, bis wir im diesmal sehr schönen „Hotel de France“ ankommen.

Saint-Pol-de-Léon ist die Hauptstadt der Artischocken und heute ist Artischockenfest mit Umzügen und Prozessionen und vielen Heiligenbannern in den verschiedenen Kirchen. Wie in allen bisherigen Orten gibt es natürlich auch hier wieder eine imposante Kathedrale.

Das Meer ist etwa 1,5 km entfernt und wir laufen runter und wieder zurück. Unten ist nicht viel los, ein großer Standplatz für Wohnmobile und maritimes Restaurant, dafür ist es aber noch zu früh.

Danach spazieren wir noch einmal durch die schöne Altstadt und reservieren in einem etwas nobleren Restaurant „Dans la Grand Rue“ einen Tisch für zwei. Das haben wir nun gelernt, dass das in den Orten mit geringerem „gute Restaurants“ / Touristen – Verhältnis, schlau ist. Es hat sich gelohnt und anschließend gibt es noch bretonisches Bier in der Bar Café Central und wir können sehr müde ins Bett fallen.

Nachdem wir uns mit der Bahn gut 40 km erspart haben, waren wir 44 km mit dem Rad unterwegs und haben 500 Höhenmeter überwunden.

Von Saint Brieuc nach Tréguier

Unser kurzfristig gebuchtes kleines Appartement erweist sich als sehr gemütlich und wir schlafen sehr gut. Mit den paar Sachen vom Carrefour und der Bosch Kaffeemaschine bereiten wir ein kleines Frühstück. Mein Rad und die Taschen müssen wieder vom vierten Stock ins Erdgeschoss und dann brechen wir auch schon kurz nach 10h auf. Es rollt gut einen ersten kleinen Hang hinunter, um dann gleich wieder steil hoch zu müssen. Dann will Komoot auch noch abbiegen und da kapituliere ich und schiebe. Mehr als 15% müssen in der Frühe nicht sein. Oben angekommen geht es über das übliche Gewirr aus Nebenstraßen und Radwegen langsam aus der Stadt hinaus.

Die Wolken haben wir immer im Blick, bis irgendwann wieder dicke Tropfen uns davon überzeugen, wenigstens die Regenjacken anzuziehen. Es ist relativ schnell wieder vorbei und nachdem die Jacken trocken sind, konnten wir wieder tauschen. Einmal gab es einen richtig schlimmen Regenschauer, wir konnten unter ein paar Bäumen trockenen Unterschlupf finden und nach wenigen Minuten war es wieder vorbei. Der Regen war heute also nicht die große Herausforderung, denn das war neben den vielen kleinen Steigungen der Wind oder besser Sturm. Auf ebener Strecke schneller als 15 km/h voran zu kommen, war ziemlich aussichtslos. So ging es nur sehr langsam voran.

Die Strecke selbst führt ab und zu an das Wasser des Ärmelkanals herunter, aber oft über schöne Wege und schönes Hinterland ohne besondere Ausblicke. Dazu müssen wir dann ab und zu den Schildern zu einem besonderen Aussichtspunkt folgen, die dann auch immer spektakulär sind, aber entsprechend zusätzliche Stecke von uns abfordern.

So kommen wir an verschiedenen schönen Stränden vorbei. Der Strand Bonaparte mit dem Hinkelstein, der aber von US Air Force Mitarbeitern gesetzt wurde, ist besonders eindrucksvoll. Wir pausieren bei einer kleinen Kapelle in einem urigen kleinen Café (La Roulotte Fish and Chips) mit Épicerie, direkt gegenüber der sehr eindrucksvollen Église Saint Loup. Dort halten wir uns eine Zeit lang auf, um uns, das Telefon und die Powerbank wieder mit Energie zu versorgen.

Auch wenn wir nicht direkten Meeresblick haben ist das alles landschaftlich sehr schön, insbesondere die vielen riesigen Hortensien machen das Straßenbild sehr bunt.

Irgendwann wird die Streckenführung äußerst abenteuerlich, Single-Trails für das normale Fahrrad na ja ok, aber dann kamen auch noch ein paar Treppen mit Tragepassage. Aber unten angekommen, wussten wir warum. Der Ausblick auf die Abtei Beauport war schon was sehr besonderes. Wir teilen uns den „Radweg“ mit einigen Fußgängern.

Es war dann aber größtenteils recht mühsam, die Windböen am schönen und belebten Hafen von Paimpol waren ziemlich extrem und dann geht es eben mit einem Durchschnitt von etwa 12 km/h bis zum Ziel.

Nach fast sieben Stunden erreichen wir Tréguier. Unser Hotel liegt unten am Ufer des Fjords, des oder der Jaudy und auf dem Weg nach oben zur Kathedrale, die auch wieder für ein doch relativ kleines Städtchen ziemlich großartig ist, sind einige der typischen Fachwerkhäuser zu sehen. Manche in hervorragendem Zustand, andere eher desolat. So war das auch schon Saint Brieuc.

Es ist Samstag Abend und die gut bewerteten Restaurants sind leider ausgebucht. Im sehr gut bewerteten „La Table du Marché“ bietet uns die Dame an, gleich zu essen (um 19h), dann haben wir den Tisch bis 20:30. Das klappt und hat sich gelohnt.

Lediglich 72 km sind wir heute geradelt, aber die vielen kleinen und steilen Anstiege haben uns 900 Höhenmeter abverlangt.

Von Dinan nach Saint Brieuc

Nachts hat es geregnet und der Himmel verspricht nichts gutes. Das Frühstück ist freundlicherweise im Preis enthalten, obwohl so eigentlich gar nicht gebucht. Wie gesagt, der Gastgeber ist sehr nett zu uns. Es gibt Marmelade und Butter zu Baguette, Croissant, Pain du chocolat. Zuerst versuchen wir mit Googles Hilfe den Intersport zu finden, der auf der Web-Seite behauptet, auch Garmin zu verkaufen. Und wieder kann ich nur die Warnung aussprechen: glaubt Google nicht beim Rad-Navigieren. Wir fahren durch eine psychologische Klinik, landen an einem undurchdringlichen Tor, fahren über einen Feldweg, um dann wenige hundert Meter vom Hotel auf der Autostraße zu landen. Einige Höhenmeter, Körner und etwas Gelassenheit werden damit schon früh verbraucht. Intersport erweist sich ebenso als wenig gut sortiert.

Fortan muss das Telefon per Komoot führen. Das macht es eigentlich gut, aber der Akku ist hierbei die Schwachstelle. Wir kommen wieder über schöne Nebenstrecken, allerdings ist das, was gestern Gegenwind war, heute Sturm, der uns leider nur extrem selten von hinten schiebt. In den Böen sollte man den Lenker gut festhalten. Wir haben uns für die Inland-Route entschieden und darauf verzichtet, die ein oder andere Sehenswürdigkeit an der Küste zu sehen. Das Wetter war uns einfach zu unsicher.

Wir kommen an einem historischen Freilicht-Bauernhof vorbei, sehen die Kathedrale von Lamballe auf dem Hügel. In Pédéliac machen wir Pause, tanken Strom fürs Telefon und gehen, nachdem die Australierinnen mit 1:0 gegen die Französinnen bei der Fussball WM in Führung gehen. Und auf den letzten 15 Kilometern, nachdem wir hin und her diskutiert haben, ob es nun stärker regnen wird oder nicht, geht es dann mit starkem Dauerregen los, so dass unser Equipment wieder einem harten Praxistest unterzogen wird.

Das vorgebuchte Ibis Budget Hotel, 8 km vor Saint Brieuc, können wir stornieren und suchen uns ein Domizil im Stadtinnern (Appartement mit 32 qm im vierten Stock). Leider gibt es keine Möglichkeit, die Räder gut unterzubringen, so trage ich meins nach oben und Angelas steht in einer Ecke vorm Keller, der diesen unbenutzbar macht.

Saint Brieuc hat viele schöne Ecken und viele hässliche, es beginnt immer wieder zu regnen, bis es dann irgendwann stabil bleibt und wir ein bisschen Live-Musik hören können. Wir finden einen Carrefour, um ein paar Sachen für ein Frühstück zu holen. Es ist eins von ganz wenigen geöffneten Geschäften und wir erfahren, dass Alkoholverkauf per Erlass am 14. Juli verboten ist. Weil ich mehrfach frage, was denn die Hintergründe dafür sind, erbarmt sich der Chef sehr freundlich und eine Flasche Rosé, die sofort in meinem Rucksack verschwindet, geht über den Ladentisch. Es gibt tolle Fachwerkhäuser und eine rhythmische Band mit Gitarre und Piano singt eigene gute französische Lieder. Aus unserm Fenster haben wir einen schönen Blick über die Dächer von Saint Brieuc.

Heute waren es wieder fast 70 km, die Höhenmeter summieren sich allerdings auf 750 Meter und die eigentliche Herausforderung waren extrem starker Wind und starker Regen.

Von Mont-Saint-Michel nach Dinan

In unserem „Privatzimmer“ bei einer älteren Dame in ihrem Privathaus haben wir ein gutes Frühstück bekommen und weil wir uns gestern in der Epicerie noch mit Baguette, Käse, Salami versorgt hatten, können wir mit diesem Vorrat die übliche Marmelade und Butter ergänzen. Das Haus liegt in Roz-sur-Couesnon, 14 km vom Le-Mont-Saint-Michel entfernt.

Das Wetter sieht ein bisschen wechselhaft aus. Auf den bekannten Radwegen durch schöne Baumalleen kommen wir bald ans Ufer, was wir allerdings wieder verlassen müssen, da wir die Halbinsel von Cancale nicht umrunden wollen. Das dauert zu lange und so kommen wir auf direktem Wege nach Saint Malo.

Der Wind bläst uns ganz ordentlich entgegen und angesichts den Überbleibseln einer stattlichen Allee alter Windmühlen ist davon auszugehen, dass das hier oft so ist. Auch die Strandsegler kommen gut voran, aber uns ist eher nicht danach, das auszuprobieren.

St. Malo erreichen wir dann gemeinsam mit einer Regenwolke, aus der erste Tropfen sprühen, während wir am Strand in Richtung Zentrum rollen. Wir ziehen die Jacken an. Das Zentrum ist sehr voll. Etwas abseits finden wir eine Crêperie und können uns mit Galette stärken. Die Stadtmauer lässt sich teilweise auch mit dem Fahrrad erklimmen und wir schauen uns die riesigen Mauern und das außen liegende Fort von oben an. Nachdem wir durch die volle Fußgängerzone rollen und mal wieder einen Harry Potter Laden entdecken, finden wir den Verkaufsschalter für Fährtickets nach Dinard. Nachdem wir gut 15 Minuten gewartet haben, kommen wir bei sehr bewegter See auf die andere Seite.

Während wir übersetzen, beginnt es zu regnen und die anderen Passagiere kommen hinten in unseren Unterstand. Auf der andern Seite hilft uns das Fährpersonal, die Fahrräder wieder an Land zu heben und es regnet. Wir entscheiden uns dafür, die komplette Regenmontur anzulegen und es lohnt sich. Der Regen ist zwar nicht so schlimm, aber Komoot führt uns wieder über schöne Sand/Kies Radwege, die trocken ganz toll zu fahren sind, aber wenn es nass ist, dann ist das eine riesige Sauerei.

Nach weiteren gut 20 km kommen wir dann endlich in Dinan an und es geht recht stramm den Berg hoch. Nachdem uns Google Maps völlig idiotisch über die stark frequentierte Fußgängerzone leitet, werden wir extrem freundlich von unserem Gastgeber im Hotel Duchesse Anne empfangen. Die Räder dürfen im Büro übernachten. Das Zimmer ist sehr einfach, aber es gibt zwei Steckdosen und leider lässt sich mein Garmin Edge 830 gar nicht mehr über eines unser Ladegeräte aufladen. Das ist ein herber Verlust, denn bislang verlassen wir uns auf diesen Navigator sehr.

Die Altstadt, das historische Zentrum ist spektakulär. Es ist keltisches Harfenwochenende. Somit findet sich an jeder Ecke eine Darbietung mit einer oder mehrerer Harfen. Nach unserem ersten Stadtrundgang und meinem vergeblichen Versuch, mich im 3 Km entfernten Decathlon wieder mit Garmin einzudecken, gibt es im Hotel auch ein sehr gutes Abendessen.

Danach ziehen wir wieder los und auf einer Straße geht es runter und immer weiter runter. Wir kommen am Hafen von Dinan am Ufer der Rance an, theoretisch kann man da auch wieder bis ans Meer kommen. Wir wundern uns über die vielen Leute und recherchieren, dass heute Feuerwerk ist, um den Nationalfeiertag zu begrüßen. Es gibt eine Bar mit Bierverkauf außen und wir machen es uns neben der Brücke gemütlich. Das ganze Areal füllt sich bis es bei Dunkelheit gege 23:15 dann mit der Knallerei losgeht. Schlossbeleuchtung in Heidelberg ist auf jeden Fall auch nicht schlechter, aber das Ambiente ist toll.

Danach müssen wir in einer großen Prozession wieder den langen und steilen Weg nach oben steigen und sind dann erst nach Mitternacht wieder im Hotel.

Wir waren 69,5 km unterwegs und haben 490 Höhenmeter bewältigt und gegen ein bisschen Wind und ein bisschen Regen gekämpft.