Clausthal-Zellerfeld zur Prinzenlaube

Unsere letzte geplante Wanderung in Clausthal-Zellerfeld erstreckte sich über kurze 9 km mit 216 Höhenmetern über wenige kurze, aber immerhin steilen Passagen. Um 10h konnte ich nicht pünktlich mitlaufen, da ich noch in einem Video-Termin festgehalten war. Über die vorab zur Verfügung gestellte Komoot-Strecke und einen angepeilten WhatsApp Standort habe ich kurz nach 10:30 die Verfolgungsjagd aufgenommen und habe die gesamte Truppe schon bald bei der Pause an der Schutzhütte „Prinzenlaube“ gefunden, mit dem Blick auf das Örtchen Wildemann.

Die Schutzhütte, ein aus großen Brettern gezimmerte Zeltkonstruktion, ist fensterlos und damit völlig dunkel und wirkt wenig einladend. Im Eingangsbereich können sich stempelsammelnde Weitwanderer ihren Stempel selbst zuteilen.

Am hohen Funkturm vorbei geht es steil bergab und dann gleich wieder bergauf und es öffnet sich noch einmal der Blick nach Wildemann dank eines Fichtenkahlschlags durch Sturm oder Borkenkäfer. Eine tote Fichte steht mahnend in der Mitte. Auf der Höhe findet sich ein weiter Kahlschlag, dem entlang des Weges mit neu angepflanzten Ahornbäumen entgegengewirkt wird. Blumen sind, dank geringer forstwirtschaftlicher Nutzung und praktisch nicht sichtbarer Landwirtschaft, überall auf wunderschönen Wildblumenwiesen oder direkt auf dem Weg wie dieses kleine Männertreu.

Kurz nachdem wir das Hotel wieder erreicht haben, machen wir uns bereit für die Führung im Harzer Bergwerkmuseum. Der Besuch und insbesondere die Führung ist tatsächlich eine ganz große Empfehlung. Eine sehr nette und amüsante Tourleiterin führt durch die Historie des Bergbaus, die Techniken und Gerätschaften, die in den verschiedenen Epochen verwendet wurden. Alles nachgebaut mit den verschiedenen Gebäuden und Freilichtgelände, sowie nachgebauten Schächten unter der Erde, in denen die verschiedenen Technologien zur Befestigung und deren Tücken erläutert werden.

Das alles aufschreiben zu wollen, würde zu einem recht langen Beitrag führen und die Informationen sind sicher auch überall zugänglich. Besonders eindrucksvoll fand ich direkt im Eingangsbereich die 3D Landschaftsmodelle mit der Seenlandschaft im Übertagemodell und direkt gegenüber das Untertagemodell mit den unzähligen Schächten, die sich über Kilometer von Ort zu Ort erstrecken und über Generationen in den Berg getrieben worden sind. Jahresleistung eines Bergmanns um 1700 waren etwa 3 Meter in den Berg hinein zu hauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert