Rundgang durch Passau

Eine konkrete Kilometerangabe und eine zugehörige Karte kann ich heute nicht liefern, nur ein paar Eindrücke, was es in Passau an Sehenswürdigkeiten gibt. Um 10:30 Uhr haben wir uns am Domportal zu einer Stadtführung eingefunden, die uns mit Humor und Sachverstand an die wichtigsten Punkte in der Altstadt geführt hat. Der Platz vor dem Dom wimmelte von Schirmen, um dem Regen zu trotzen und Stadtführungen in allen Sprachen wurden von den jeweiligen Kreuzfahrtschiffen durchgeführt.

Hinter dem Wittelsbacherbrunnen mit Dom symbolisieren Engel die Flüsse (Donau mit Getreide, Inn mit Tirolerhut, auf der Rückseite Ilz mit Perlen). Morgens zeigt sich ein bisschen blauer Himmel, sonst war es meist grau oder hat geregnet. Das goldene Dach als Äquivalent zu dem in Innsbruck und das kunstvolle Treppenhaus in der fürstlichen Residenz mit Deckengemälde, welches die Stadt Passau mit Zeus darstellt.

Zur Festung „Vesta Oberhaus“ führen ein paar gut besuchte Treppen auf den Berg, aber für den eigentlichen 3 Flüsse Aussichtspunkt muss man Eintritt für das Museum bezahlen und wir geben uns mit den tiefer gelegenen Aussichten zufrieden. Einmal sieht man unten die Ilz in die Donau münden und von hinten kommt das hellgrüne Wasser des Inn dazu. Aber gleichzeitig sind immer nur zwei Flüsse zu sehen.

Auf dem Weg zurück zur Inn-Mündung beginnt es heftig zu regnen, so dass wir im Kaffee-Inn Unterschlupf suchen und finden. Da es weiter regnet, schauen wir uns mit unserem neu erworbenen Wissen der Stadtführung noch einmal den Dom an, mit dem kostbarsten Kunstwerk des Donaulandes in Niederbayern, der goldenen Kanzel (nicht wegen des Goldes, das macht vom Gewicht nur zwei Tafeln Schokolade aus, sondern wegen der vielfältigen Schnitzereien). Die Eisenbahnbrücke, so heißt sie im Volksmund, in der Vergrößerung des Domes über den Inn, heißt eigentlich Kaiserin-Elisabeth-Brücke, da selbige nach 10 Jahren mit der Eisenbahn wieder von Wien herkam, um im Hotel „wilder Mann“ ihre Familie zu treffen.

Vor dem Dom steht ein Statue des Königs Maximilian I von Bayern, der dem Dom den Rücken zudreht und damit signalisiert, mit der Macht der Passauer Erzbischöfe ist es vorbei und gleichzeitig den Blick in Richtung München richtet, um zu signalisieren, dass Passau jetzt zu Bayern gehört.

Nachdem wir zu dritt diesen Rundweg absolviert haben, regnet es leider immer noch und wir finden in der Stadtgalerie trockenen Unterschlupf und können uns im Mediamarkt versorgen und auf den Massagesesseln, die dort aufgestellt sind, entspannen.

Bei gut 17.000 Schritten dürften sich so an die 12 km akkumuliert haben. Tochter-2 wird mit dem Camper abgeholt und wir sind froh, dass wir heute nicht Rad gefahren sind. Die Prognose für morgen sieht ein bisschen besser aus.

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