Nach zwei Stationen erreichen wir mit der RER B vom Nordbahnhof Saint Michel auf der linken Seine Seite und wandern durch das Quartier Latin. Die erste Station ist die Kirche Saint-Severin mit tollen Glasmalerein. Als wir wieder rauskommen, werden wir von einer jungen Damen angesprochen, ob wir gerne ein Interview mit Kamera machen möchten, aber ich traue mich nicht, mein Französisch öffentlich zu präsentieren. An der Universität Sorbonne vorbei, erreichen wir das Pantheon und sehen das Foucaultsche Pendel und eine monumentale Ausstellung von Exponanten von Anselm Kiefer.

Von dort kommen wir zum Jardin du Luxembourg mit Blumenarrangements, aber insgesamt schon recht herbstlich. Die Kirche Saint Sulpice liegt auf dem Weg und unser Bädeker Führer (vor 2008) wird zunehmend ungenauer. Das Musée Maillol ist auf jeden Fall geschlossen, da man sich dort auf eine neue Ausstellung vorbereitet.

So erreichen wir durch wenig frequentierte Staßen, die mit edlen Boutiquen gesäumt sind, das Museum Rodin. Die Ausstellung dort beginnt mit seiner Manie, den Schriftsteller Honoré de Balzac möglichst umfassend abbilden zu können und seinen monumentalen Studien und Statuen. Der große Garten enthält einge Statuen unter anderm seine berühmtesten Werke „der Denker“ oder „der Kuss“ .

Über die Straße ist dann schon der Invalidendom, den wir uns nur von außen anschauen. Nun ist es schon so spät, dass wir den Heimweg langsam antreten müssen, da wir abends ein Konzert gebucht haben.

Wir steuern wieder die Haussmann Station an und bekommen in Sichtweite der Oper in einem italienischen gut bewerteten Restaurant unglaublich teure Nudeln und ein großes Bier liegt bei 10€. Auf dem Weg dahin kommen wir beim Grand und Petit Palais wieder an größeren Menschenmengen vorbei.
Das Trianon liegt nur 25 Minuten Fußweg von unserer Wohnung und auch dort steht wieder eine längere Schlange, an der wir uns diesmal hinten anstellen müssen. Wir haben zufällig gesehen, dass Nena und Lissa Bloch im Vorprogramm spielen. In so einem Konzert waren wir noch nie, aber warum nicht, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Das war teuer und gut besucht, die zweite Kategorie ist eine reine Stehfläche und wir sind nur bei wenigen altbekannten Liedern von der Musik angetan. Die Meisten von 1091 waren begeistert.
Heute haben wir um die 12 km gewandert mit flachen 102 Höhenmetern und bei diesem Spaziergang sind wir kaum mit größerem Touristenaufkommen kollidiert.