Mit vielen Pausen und gemütlichem Tempo haben wir heute die Gegend um Obertrubach in der fränkischen Schweiz erkundet.
Tolle Felsformationen, ein paar Burgruinen und gemäßigtes Terrain. Geht zwar immer wieder steil hoch und runter aber nur über kurze Passagen, da die Höhenunterschiede nicht sehr groß sind.
Eigentlich ist diese Tour nicht der Rede wert. Nur 78 km mit gut 1000 Höhenmetern. Erstmal eine ganze Strecke über die Ebene, bei Ladenburg den Neckar überquert und dann bei Hohensachsen die alte Straße nach Oberflockenbach hoch. Erfreulicherweise ist wenig los auf der Straße und trotz einiger Wolken hält sich das Wetter bei angenehmen Temperaturen.
Wie gesagt eigentlich nicht der Rede wert und damit eigentlich kein Grund zur Veröffentlichung. Aber ich habe ein neues iPad und damit muss ich natürlich testen ob alle Abläufe auch genauso funktionieren. Grundsätzlich muss man sagen ist das schon eine ziemlich angenehme Erfahrung. Insbesondere mit der neuen Tastatur zu schreiben funktioniert so gut, dass man am liebsten gleich alles damit schreiben möchte.
Blick vom Köpfel
Auch wenn der kurze steile Aufstieg am Ende nach langer Abfahrt vom langen Kirschbaum etwas schmerzt so wird man doch immer wieder mit fantastischem Ausblick belohnt. Nach Abfahrt am Kloster Neustift vorbei geht es dann entlang des Neckars bem alten Arbeitgeber SAS vorbei auf der leider ziemlich befahrenen Uferstraße zurück.
Um nun meine bescheidene Form nicht gleich wieder zu verlieren habe ich trotz Hitze und Gewitterwarnung eine etwas längere Tour gemacht. Da ich dabei versucht habe einige Höhenmeter zu sammeln nehme ich diese Tour mal bei den Reiseberichten auf.
Fährt man auf der nördlichen Neckarseite von Dossenheim hoch zum Weißen Stein, dann überquert man auf der nördlichen Neckarseite die Höhenrücken verschiedener Neckarseitentäler und bei Hirschhorn geht es dann auf die andere Seite des Neckars und dort sammelt man mit dem Anstieg von Hirschhorn nach Moosbrunn und dem Königsstuhl weitere Höhenmeter.
Weißer Stein und nach Brombach
Der Weg durch die Stadt bis Dossenheim führt über gute Radwege. In Dossenheim geht es gleich steil nach oben auf gutem Asphalt bis zur Gipfelgaststätte und dem Turm. Ein kleiner geteerter Waldweg führt zum langen Kirschbaum. Der Weg ist am Wochenende sehr frequentiert. Über Wilhelmsfeld und einen kleinen Zwischenanstieg zum Kohlhof erreicht man in steiler Abfahrt über Vorderheubach dann Heiligkreuzsteinach. Am Ortsende geht es links ab und steil hoch. Bei gut 400 Meter ist die Höhe erreicht. An der Hirschquelle fließt das Wasser derzeit spärlich. Hunderte von Wespen fühlen sich an der Quelle sehr wohl. Wird somit zu einer kleinen Mutprobe die Flaschen durch den Wespenschwarm zu füllen.
Ein kurzes Stück auf der größeren Straße nach links und dann geht es gleich wieder rechts ab Richtung Brombach (muss man wissen, kein Hinweis, nur Verbotsschilder). Das war mal eine richtige Straße und ist jetzt ein asphaltierter Weg mit sehr vielen Schlaglöchern. Manchmal fehlt der Asphalt ganz. Vorteil: keine Autos, keine Motorräder, keine anderen Radler, keine Fußgänger. Aufwärts bei durchgehend 10% Steigung geht das ganz gut. Brombach ist ein Dörfchen auf der Höhe, nicht viel los außer Wäldern und Feldern. Eine badische Enklave umgeben von Hessen.
Hirschhorn und Königsstuhl
In Hirschhorn wird der Neckar überquert. Man kann da schon etwas mehr Zeit verbringen aber diesmal spare ich mir die Pause hier. Erwas moderater geht es auf der anderen Neckarseite hoch nach Moosbrunn.
Auf dem Weg hoch sieht man die Burg und die Windräder, die auf den Höhen des Odenwalds einen gespenstischen Eindruck vermitteln. Auf der welligen Hochfläche führt der Weg über Schönbrunn und Haag nach Waldwimmersbach. In Jos-Bistro-Eiscafe am Ortsende mache ich immer gerne eine kleine Pause.
Es gibt hier nun unzählige Varianten und diesmal entscheide ich mich für Kloster Lobenfeld. Unglücklicherweise sind die Verkehrsplaner auf die verwirrende Idee gekommen, die kleine Kreisstraße für Radfahrer zu sperren und ich weiche über den Radweg hoch zum Wald aus. Bei Meckesheim bis Bammental gibt es ein paar Tropfen von oben aber es hält. Auch aus dem großen Roßbrunnen auf dem Weg hoch zum Königsstuhl fließt das Wasser nur spärlich.
Man erreicht so gute 1800 Höhenmeter auf 96 km. Wenn die Klingenteichstraße in der Abfahrt vom Königsstuhl nicht gesperrt wäre und man über Speyerer Hof, Steiger Weg wieder zum Gaiberger Weg fahren könnte, dann wären die letzten Meter um die 2000 voll zu machen auch noch drin.
Heute musste ich es bis nach Heidelberg schaffen, da morgen wieder ein paar Termine auf mich warten. Das lässt sich von Bamberg ohne Einbau einer Zugfahrt nur schwer realisieren und ich buche ein Ticket. Der Bahnhof ist schnell erreicht und mit Umstieg in Würzburg steuere ich Bad Friedrichshall an um von dort den Neckarradweg flussabwärts zu fahren. Ab Eberbach kenne ich das eigentlich schon zur Genüge aber dazwischen wäre es weitgehend Neuland. Einmal waren wir schon von Hirschhorn bis nach Mosbach unterwegs. Bis Mosbach klappt das auch sehr gut. Zunächst passiere ich Bad Wimpfen über das ich ja schon ausführlich von unserer Tour an Frohnleichnam berichtet hatte. Es gibt einige Burgen zu sehen, die Sonne scheint, der Wind kommt von vorne.
Viele Burgen
Bei Neckargerach verlässt mich dann das Navigationsglück. Ich habe nicht realisiert, dass ich dort die Neckarseite wechseln muss, fahre gemütlich vor mich hin und lande auf ein einmal in der Wiese. Ein bisschen zurück, kein Internet-Empfang, zwei E-Biker, die in den Wald fahren, wird schon richtig sein, also hinterher.
Bei so etwa 200 Metern Höhe kommen mir erste Zweifel, denn meine damalige Reisetruppe wäre kaum ohne Protest diesen Anstieg gefahren. Bis auf 13% Steigung entwickelt sich die Steigung und schon sind 300 Meter erreicht. Der Weg entwickelt sich zu grobem Schotter aber immer noch stehen freundliche gelbe Zeichen an den Bäumen, die signalisieren, das man hier auf dem Neckarradweg sei. Kurz vor 400 kommt wieder eine Asphaltstraße, die nach Neckargerach oder Zwingenberg runter führt. Oben geht es nach Schwanheim. Wo ich nun eh schon fast oben bin, entschließe ich mich auch oben zu bleiben und auf die vielen Neckarschleifen zu verzichten. Über Neunkirchen, wo mich die grünen Radpfeile nochmal in die Irre schicken, bekomme ich im Dorfladen wenigsten Flüssigkeitsnachschub. Über Schwanheim, Haag, Waldzimmern geht es dann weiter und den Neckar erreiche ich bei Neckargemünd wieder. Ab dort ist das sicher der schlechteste Teil des Radwegs entlang der großen Fahrstraße. In Waldzimmern gibt es am Orstende erfreuerlicheweise immer noch das nette kleine Eiskaffee mit Milchkaffee und Käsekuchen.
Meine Erwartung eine flache Etappe mit gutem Schnitt schnell absolvieren zu können erfüllt sich nicht. Mit 80 Kilometern und 800 Höhenmetern ist es dann doch wieder anstrengender geworden.
Eindrücke vom Umweg
So gibt es auf dem Umweg nur wenig Eindrücke: mein Rad in der Sackgasse, Bilder von oben mit vielen Blumen auf den Wiesen und schottrigen Wegen, der Neckar kurz vor der Festung Dilsberg und schließlich das Kloster Stift Neuburg kurz vor Heidelberg. In Heidelberg ist der Verkehr mal wieder recht heftig und da ich auf der Straße fahre gibt es keine Bilder mehr.
Trotz allem war es eine schöne letzte Etappe und schieben wir es mal auf den Zufall, dass es dieser Weg geworden ist.
Nach der Zwischenetappe Bayreuth geht es heute nach Bamberg. Um dem Pfeifen am Rad nachzugehen suche ich nach einem Radhändler in der Nähe meines Cousins. Aber während ich hinfahre höre ich absolut nichts. Außerdem steht direkt an der Tür, dass er leider keine Räder zur Reparatur annehmen kann (die ganze Woche nicht). Also umgezogen, Sachen gepackt und verspätet losgefahren.
Die Strecke nach Bamberg führt erfreulicher Weise nur über wenige große Straßen. Meist kleine Nebenwege oder Radwege aber auf den 60 Kilometern summieren sich 700 Höhenmeter. Das Pfeifen und die Störgeräusche kommen leider immer wieder sporadisch und ich kann das Problem nicht finden.
Es sind die Nordausläufer der fränkischen Schweiz und es gibt in den vielen Dörfern, die ich durchquere, einige Gasthäuser, insbesondere entlang der Brauereistraße. Aber Montag ist traditioneller Ruhetag und ich finde in keinem dieser Dörfchen ein Geschäft. So komme ich mit leeren Flaschen und viel Durst in Bamberg an.
In Bamberg angekommen gibt es endlich den ersehnten Käsekuchen mit Kaffee und einem großen Cola. Dabei finde ich ein nettes kleines Hotel über Hotelportal, rufe aber direkt an. Die Dame an der Rezeption gibt viele Tipps, es sei so schön, da könne man die Seele baumeln lassen. Ich bin nicht der Einzige, der das in den mittelalterlichen Gassen und auf den vielen malerischen Brücken mit Blick auf Klein Venedig tut.
Streifzug durch Bamberg
Dann steht der kurze Anstieg zum Domberg an. Da gehe ich trotz Mundbedeckungspflicht und Kopfbedeckungsverbot hinein, nehme mein Kappe ab und setze mir die Maske auf. Vor dem Bamberger Reiter, den ich gerade fotografiere, fragte mich eine Dame ob er das sei.
Dom, Reiter, Rosengarten
Gegenüber ist der traumhafte Rosengarten mit Blick über die Stadt. Es tröpfelte ein bisschen und klart gerade wieder auf. Ich finde noch ein paar Motive, bekomme super Pizza im Little Italy und finde einen kleinen Biergarten direkt an der Regnitz in dem ich Zeit, Muße und ein leckeres Bamberger Lager habe, also alle Voraussetzungen für diesen Bericht.
Heute habe ich den Plan geändert und mich zum Besuch in Bayreuth entschieden. Die Strecke führt teilweise durch Ausläufer des Fichtelgebirge über winzige Sträßchen mit weiterhin viel Auf und Ab. Es gibt Wald und Felder zu sehen und eigentlich durchweg Windräder. Schon fast schwierig eine Perspektive zu finden auf der keins mit drauf ist.
Zwischen Hof und Bayreuth
Bad Berneck im Fichtelgebirge bietet ein bisschen Abwechslung. Es gibt Marmorkuchen und Milchkaffee und so geht es mit neuer Kraft auf die letzten Kilometer. Insgesamt werden es 60 bei 800 Höhenmetern. Leider pfeift etwas am Rad ich vermute es liegt an den Bremsen, finde es aber nicht.
Nach langen 111 Kilometern und zermürbenden 1660 Höhenmetern habe ich Sachsen heute hinter mir gelassen und bin in Hof in Bayern/Franken angekommen.
Diesmal habe ich mir mit Komoot eine Tour erstellt und an den Garmin übertragen. Das hat relativ gut funktioniert aber der Anteil auf der nervigen B173 war zu viel. Kurz vor Zwickau geht es auf kleinere Straßen, da wird es zu einer richtigen Radtour, aber ca. 8 km vor Plauen ist dann schon wieder Schluß damit. Ab und zu ist mal ein Radweg eingerichtet aber meist klebt man am Rand und die anderen müssen überholen.
Eindrücke von der Strecke
In Plauen sind es schon fast 80 km, da mach ich Pause und ein paar Fotos. Alles ziemlich leergefegt, Cafés und Konditoreien sind zu, kein Kuchen, kein Kaffee. So serviert mir ein sehr netter Sachse in der Irish Pub Corner mitten auf dem Platz ein alkoholfreies Bier und eine Bratwurst mit extra Portion Senf.
Plauen
Die Erkenntnis der Vortage, überall Ruinen, bestätigt sich auch auf dieser Fahrt. Damit könnte man ein dickes Fotobuch füllen, würde man jedes verlassene Objekt knipsen. Manche Häuser sind sogar direkt in Plauen nahe am Zentrum.
Verlassene Objekte
Das Vogtland ist auf jeden Fall wellig. Kaum ein Anstieg über 150 Höhenmeter aber es geht andauernd auf und ab und teilweise ziemlich steil.
Die letzten Meter nach Hof hinein geht es wieder über verwunschene kleine Wege. In Hof ist das Hotel Central gebucht und auf dem Spaziergang durch die Stadt finde ich das Restaurant Karoline, ein echter Geheimtipp. Schon lange nicht mehr so gut im Restaurant gegessen.
Hof
Natürlich gibt es Schönes zu fotografieren aber die Fußgängerzone macht einen äußerst durchwachsenen Eindruck. Ein paar gute Geschäfte sind dabei aber extrem viel steht frei. Viele Billigläden ergänzen Döners und Spielhallen. Drastische Muster von Stilbruch finden sich an einigen Häusern. Das sieht nicht nach einer guten Entwicklung aus. Es ist aber alles sehr entspannt und es gibt erfreulicher Weise wieder Biergärten, so dass ich in einem davon diesen Bericht verfassen kann.
Heute bin ich die Rückreise per Fahrrad angetreten. Das Ziel ist es in fünf Tagen von Dresden nach Heidelberg zu kommen und dabei interessante Orte zu passieren. Mein erstes Etappenziel ist Chemnitz (von 1953 bis 1990 Karl Marx Stadt).
Bis Freital hat die per Garmin gewählte Route sehr schön geklappt. Durchweg über Radwege führte der Weg über Dresdner Neustadt Bahnhof bis nach Freital. Dort bin ich leider ein falsches Tal hoch gefahren und habe es erst nach ca. 3 Kilometern gemerkt, also wieder zurück. Bis Tharandt (Burgruine) war der Weg auch in Ordnung aber ab da wurde es ziemlich anstrengend. Meist zweispurig mit ziemlich starkem Verkehr hat keinen Spaß gemacht. Man kommt zwar an interessanten oder idyllischen Örtchen vorbei aber ein LKW oder PKW nach dem anderen, die hinter einem verlangsamen um dann überholen zu können ist nervenaufreibend.
In Grillenburg gab es ein schönes Schlösschen mit See, wo irgendein August sich auf Kosten seiner Untertanen die Grillen (Sorgen) vertrieben hat und mehrfach reklamieren Ortschaften, daß man jetzt in der Mitte von Sachsen wäre.
Nach Freiberg
In Freiberg habe ich nur kurz gerastet. Macht auf den ersten Blick einen beschaulichen Eindruck mit schöner Altstadt. Ab da wird die Strecke angenehmer. Es geht über hügeliges Land, viele Felder und kleine Straßen. Es ist immer noch eine ganze Menge Verkehr. In einem kleinen Laden in Frankenstein gibt es Streuselkuchen und Kaffee. Von der vorbereiteten Garmin Route weiche ich relativ häufig zu Gunsten der Komoot Route ab. In Summe ist es kräfteraubend, sehr viel steiles hoch und runter.
Was mir auf verschiedenen Touren ja schon aufgefallen war, der optische Eindruck des Verfalls, verfestigt sich weiter. Manche Anwesen sind in einem tollen Zustand, manche sind im klassisch grauen Putz und sehr viele Häuser oder auch Industrieanlagen sind vollständig aufgegeben und verfallen vollständig. Blühende Landschaften sehen anders aus. Aber dafür wird überall irgendwas neues gebaut.
Verfall und Neuaufbau
Nach Chemnitz hin wird es immer dunkler aber es hält erfreulicher Weise. Ich buche ein Hotel in der Innenstadt und kaum bin ich im Zimmer kommen die Regenschauer.
Chemnitz
In Chemnitz gibt es in der Innenstadt ein paar schöne Bilder und natürlich das monumentale Karl Marx Denkmal, ein riesiger Kopf. An seinem Fuß und im Park sind einige Flüchtlinge und freuen sich wenn sie mit aufs Bild kommen. Im Restaurant Tillmanns gibt’s Marxstädter Bier und 5€ Rabattgutschein vom Hotel und einen Begrüßungssekt obendrein.
Nachtrag: die Tour war übrigens 85 Kilometer lang und hatte gute 1000 Höhenmeter. Abends gab’s noch ein Event im Park vor meinem bunt beleuchteten Hotel. Comedians hatten kurze Auftritte, teilweise ziemlich witzig. Im mäßig besuchten Park saßen die Zuschauer in abgezirkelten Kreidekreisen.
Der Park vorm Hotel
Das Frühstück im Hotel Biendo war vorbildlich, das Zimmer groß und sauber und der Himmel ist blau. Deshalb nochmal die gleichen Bilder mit blauem Himmel und einer grünen Chemnitz.
Nachdem wir gestern Bad Schandau verlassen haben und das Wetter sich ziemlich grau zeigte haben wir die Festung Königstein angesteuert. Unsere Erwartungen waren nicht überzugeb und bei Nieselregen laufen wir vom Parkhaus für die Massen nach oben. Billig ist es nicht, Parkhaus 6€ für 4h, Eintritt pro Person 12€. Aber unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Das Wetter klarte immer weiter auf und der Rundgang außen entlang der Festungsanlage ist ein einziges Panorama Highlight. Wenn man rechts herum geht und langsam zur Elbe kommt wird es immer besser.
Königsteiner Panoramen
In den verschiedenen Gastronomien haben wir uns nur kurz für eine Limo aufgehalten. Von den vielen Ausstellungen sind wir immerhin in drei hinein gegangen (Schatzhaus, prominente Besucher, Militärmuseum) und alles war sehr gut und informativ aufbereitet. Insbesondere die Militärausstellung war weit über unseren Erwartungen.
Für heute ist Regen ab 12h angesagt. Der Himmel sieht aber ziemlich freundlich aus. Wir suchen nach einer Strecke wo wir schnell auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen können, sollte es stark regnen.
In Bad Schandau gehen ein paar Treppen zur künstlich angelegten Schlossruine steil nach oben und schon sind wir auf dem Panoramaweg. An den Dörfern Altendorf und Mittelndorf vorbei wandert man durch Getreidefelder mit großer Blumenvielfalt und tatsächlich großartigen Aussichten zu den Schrammsteinen auf die andere Elbseite bis zur Festung Königstein.
Panoramaweg
Nach ungefähr 7 Kilometern steigen wir ab ins Kirnitzschtal. Ein trauriges Bild geben immer wieder die vielen toten Fichten ab.
Am kleinen Beuthefall mit mehreren aufgegeben und teilweise total verfallenen Häusern queren wir auf die andere Talseite. Es geht entlang der Kirnitzsch und von der Straße auf der anderen Flußseite merkt man praktisch nichts. Das Gebiet ist äußerst feucht und so fliegen einige Insekten um einen rum. Besser nicht stehen bleiben. Durch viele senkrechte Felswände am Fluss kommt dann der wiederum recht steile Aufstieg zur hohen Liebe.
Kirnitzschtal, Ausblick auf der hohen Liebe
Auf 401 Metern gibt es Ausblicke in den mittlerweile etwas grau gewordenen Himmel. Fünf andere sind auch schon da, so halten wir uns nur kurz auf und über wenige steile Steinstufen geht es wieder runter auf flachere Wege Richtung Ostrau.
In Ostrau hat erfreulicher Weise ein Café in der Ferienhaussiedlung mit Blick auf den Falkenstein geöffnet und uns wird Mohnkuchen und Milchkaffee serviert.
Vorbei an den Sendig Villen (nach einem Hotelier aus dem 19. Jahrhundert) geht es über eine Aussichtsplattform zum berühmten Personenaufzug (auch von Sendig gebaut) und schon sind wir wieder in Bad Schandau.
Ostrau oberhalb von Bad Schandau
Kaum betreten wir das Hotelzimmer beginnt es draußen in Strömen zu regnen. Auf der Tour tröpfelte es zwar immer wieder (die ersten Tropfen kamen um 11:45) aber es hielt.