Nach Nancy

Nach einer extensiven Hitzeperiode mit ganz wenig Regen soll es jetzt ein bisschen kühler werden und wir hoffen, dass wir in der länger geplanten kleinen Mosel-Radtour nicht die länger ersehnte Feuchtigkeit erleben müssen. Mit dem Regionalzug von Heidelberg nach Karlsruhe, von dort im nächsten Regionalzug bis Appenweiher dort im Bahnhof mit null Infrastruktur ein Aufenthalt von 50 Minuten. Gut, dass wir die Räder haben und 5 Minuten in den Ortskern radeln können, um dort einen Milchkaffee zu trinken. Im völlig überfüllten Zug sind es dann noch 20 Minuten bis Straßburg.

Bis Kehl gilt das Baden-Württemberg Ticket. Von Kehl bis Straßburg sind dann noch 9,40 für zwei fällig um zu vermeiden, dass man die gesamte Strecke zum weit teueren regulären Preis fahren muss. Auch in Straßburg haben wir wieder genügend Aufenthalt um durch enge Sträßchen zum Münster zu radeln und und in einer kleinen Bäckerei eine elsässische Bretzel zu genießen. Im Bahnhof kann man Musik machen und die alten Gemäuer sind mit einer riesigen Glasfront umgeben.

Für den TER Zug, der in knapp 1,5 Stunden nach Nancy fährt sind dann noch einmal 34€ pro Person fällig und unser Rad wird nach französischer Manier mit dem Vorderrrad an einem Haken aufgehängt. Unser Hotel de Guise im Zentrum ist schnell gefunden und bezogen. Die Räder haben im Innenhof einen trockenen sicheren Platz.

Das Zimmer ist groß und behindertengerecht im Erdgeschoss und die Entfernung zur ersten Attraktion einer zum Museum umgestalteten Kirche (Église de Cordeliers) ist kaum 100 Meter entfernt und enthält eine riesige Auswahl von Skulpturen und Reliefen.

Am Museum vorbei erreichen wir durch die mit Bars und Restaurants belebten Gassen den Platz Stanislaw mit vergoldeten Toren und sensationellen Brunnen. Unzählige Restaurants und Bars haben ausreichend Gäste, dass sich der Betrieb zu lohnen scheint. Damit ist die Stadt nicht nur mit Sehenswürdigkeiten gespickt sondern auch voller Leben und Aktivität. In einer Bar, die eher von Jugendlichen frequentiert ist, gibt es es gutes lokales Bier und wir suchen ein gut bewertetes Restaurant, die Brasserie Saint-Georges.

Wir freuen uns, dass unsere Erwartungen bestätigt werden. ein ganz ausgezeichnetes Faux Filet mit Gemüse ist auf einem Niveau, wo sich im Heidelberger Umfeld nur wenig adäquates findet. Die Aufmerksamkeit der Restaurant-Mitarbeiter und ihre Freundlichkeit ist auch weit über Durchschnitt. Abgerundet wird das Erlebnis durch eine kleine exklusive Ausstellung von Portrait Gemälden.

Die 1,5 km vom Bahnhof zum Hotel, die kleinen Ausflüge in Appenweiher und Straßburg mit den Rädern zählen nicht wirklich und so gibt es heute auf der Karte nur ca. 4,5 km, die wir Nancy zu Fuß durchschlendert haben.

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