Von Nußdorf nach Freudenstadt

Nachdem ich nun zwei Tage das schlechte Wetter in der schönen Ferienwohnung in Nußdorf aussitzen konnte bin ich heute auf ziemlich direktem Weg nach Freudenstadt gefahren. Über Stockach, Tuttlingen, Spaichingen, Rottweil und dann verschiedene Dörfer. Während es am See noch flach ist, wird es im Hinterland sehr schnell recht wellig und ab Rottweil zunehmen bergiger. So wurden es 125 km und 1450 Höhenmeter.

Das Wetter am Bodensee war nur am Dienstag scheußlich, da regnete es den ganzen Tag. Zeit zum Lesen und am Computer zu arbeiten. Sonst war nur der Gewittersturm von Sonntag auf Montag Ursache klatschnass auf dem Weg von Überlingen zu werden. Der Montag war dagegen sehr angenehm und wir konnten schwimmen gehen.

Den direkten Weg habe ich diesmal von Garmin Connect ermitteln lassen um die Strecke dann nach den Angaben des Edge 830 abzufahren. Das Ergebnis war durchwachsen. Manchmal ging es doch auf die B14 obwohl direkt daneben der Radweg gewesen wäre, manchmal wollte er unbedingt einen anderen Weg als die offiziellen Radwege nehmen und andererseits gab es ganz raffinierte Abkürzungen durch Wald und Feld, manchmal allerdings auf recht grenzwertigen Wegen. Das war manchmal schon richtiger Schotter und kein feiner Kies. Also ein gemischtes Ergebnis aber insgesamt schon erstaunlich gut.

Bodensee bei Sipplingen und Hinterland

Der See zeigt sich heute wieder von sein schönster Seite. In Stockach entdecke ich mein Radgeschäft und kurz danach öffnet sich der Blick auf das Hegau und die Stauffenberge.

Die Donau bei Tuttlingen
Rottweil und rein in den Schwarzwald

In Rottweil habe ich es diesmal geschafft das Stadtzentrum zu erreichen. War aber gar nicht so einfach es zu finden. Es bietet sich einem ein imposantes Stadtbild mit großen und breiten Plätzen und Straßen. Man kann hier bestimmt einige Zeit verbringen um sich alles anzuschauen. Ab Rottweil ist zu entscheiden, wie es weitergeht. Ich folge im Großen und Ganzen meinem Navigator, der allerdings durch eine E-Bikerin ergänzt und optimiert wird, die mir durch die nächsten Dörfer den Weg weist und mich bergauf immer wieder abhängt, bis ich sie bergab wieder einhole. Aber eigentlich wartet sie immer, bevor sie zu weit entfernt ist.

Das letzte Teilstück verfahre ich mich zunächst und später geht es dann auf schottrigen Waldwegen von Loßburg durch ein tief eingeschnittenes Tal unter einer Eisenbahnbrücke über Lauterbad zum Ziel. Das Hotel Schwanen liegt zentral, ist preiswert und hat ein schönes großes Zimmer für mich.

Von Überlingen nach Feldkirch

Heute habe ich mich nun auf den Weg in Richtung Gardasee gemacht. Bis Feldkirch waren es 107 flache Kilometer, die Höhenmeter haben sich gerade mal auf 220 summiert. Für den Einstieg gerade das richtige.

Auf den Bildern ist die Klosterkirche Birnau, der See an genau dieser Stelle, mit Blick auf Unteruhldingen, die Meersburg und schließlich noch einmal die Seebühne vor Bregenz zu sehen.

Die Herausforderung war zumindest bis nach Bregenz, die Radwege selbst. Sonntag, schönes Wetter, Ferienzeit und nun weiß ich warum das Strandbad so leer war: die sind alle auf dem Radweg um den Bodensee. Dabei steigt auch hier das Durchschnittsalter deutlich. Gefühlt habe ich mehr E-Bikes als „normale“ Räder gesehen. Es gibt die sehr gemütlichen, die nur das nötigste tun und die ehrgeizigen und mit beiden sollte man besser nicht kollidieren. Man kommt als insbesondere in den vielen kleinen Uferorten bis Bregenz nur langsam voran. Ab Bregenz werden die Wege großzügiger und führen über die große Bregenzer Aach bis zum Rhein und dann geht es entlang des Rheins und der Rheinauen und entlang des Ill bis Feldkirch.

An einem Biergarten bei den Rheinauen mache ich eine kleine Pause. Nach Eriskirch und vor Feldkirch geht es über staubige Kieswege und ich freue mich, dass ich 32er Reifen aufgezogen habe.

Nachdem ich im recht modernen Hotel Montfort in Feldkirch eingecheckt hatte, bin ich zurück den einen Kilometer in die Altstadt gegangen. Die Altstadt mit vielen alten Gebäuden ist sehr schön und pittoresk wo sich die hohen Felsen direkt hinter der Stadt erheben. In ein, zwei Stunden hat man vieles gesehen aber es gibt auch einige Winkel und Gebäude und Museen, so dass man hier sicher auch ein bisschen mehr Zeit verbringen kann. Obwohl wir hier noch in Vorarlberg also Österreich sind, ist die Stadt auch dadurch geprägt, dass einige Schweizer oder Lichtensteiner, die nur wenige Kilometer entfernt sind, hier zu Gast sind.

Die Bilder zeigen die Bregenzer Aach und ein paar Eindrücke von Feldkirch.