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Von Györ nach Komárno

Heute haben wir nur eine kurze Etappe vor uns. Das Frühstück im Danubius Hotel, ein ziemlich schmuckloser Kasten von außen, aber innen schön eingerichtet, war sehr ordentlich. Frische Eier, Gemüse, verschiedene Käseangebote etc. und auch frische Säfte, da kann man nicht klagen. Nur sind wir natürlich zur Hauptzeit gekommen, was insbesondere zu Schlangen an den beiden Kaffeeautomaten führte. Letztlich haben wir alles bekommen, was wir wollten und auch genug davon.

Wir haben uns Zeit gelassen und es ist schon halb elf, bis wir auf dem Rad sitzen. Statt der Strecke, die in der Komoot Sammlung geführt ist, lassen wir uns eine neue Strecke ausrechnen, die immer entlang der Nationalstraße 1 ohne einen einzigen Meter Split führt. Wir kommen schnurgerade aus der Stadt raus, verzetteln uns einmal kurz, obwohl es eigentlich klar hätte sein sollen und fahren auf gelb gekennzeichneten Wegen oft mit gestricheltem Mittelstreifen.

Der unbeschrankte Bahnübergang über den eine Lok kommt, wird einfach durch den zweiten Fahrer gesichert, der dann wieder aufspringt. Photovoltaik ist auf den meisten Häusern noch nicht angekommen, aber ab und zu sieht man ein paar Platten und insbesondere bei einem Kraftwerk liegt ein großes Feld. In der Ferne konnten wir auch ein paar Windräder erkennen.

In Gönyü, kurz hinter der Mündung der Moroni-Duna in die Donau, fahren wir einmal vom Weg ab, um über kleine Wanderwege direkt an die Donau zu kommen. Direkt am Wasser bekommen wir einen kleinen Eindruck zur Mächtigkeit des Stromes. Nach knapp zwei Stunden haben wir Komárno schon erreicht und fahren zu der riesigen Befestigungsanlage, die fast direkt am Weg liegt. Man kann sie auch innen besichtigen, aber wir schauen es uns nur kurz von außen an. Es handelt sich um die größte Befestigungsanlage in Mitteleuropa der Neuzeit und war zu Zeiten der Sowjetunion ein riesiges, streng bewachtes Munitionslager.

Im ungarischen Teil der Stadt verbringen wir wenig Zeit, ein kurzer Blick auf die zentrale Kirche mit einem Brunnen und dann fahren wir schon über die Brücke zurück in die Slowakei. Über die Brückenkonstruktion lässt sich bereits die slowakische Seite sehen und in der Mitte ist die Grenze, die wieder ohne jegliche Kontrollen passiert werden kann.

Obwohl es gerade mal 13:30 ist, können wir unser Zimmer schon beziehen. Der Hotelier freut sich, dass er uns ein Upgrade für eine Suite geben kann. Außerdem schenkt er uns zur Begrüßung Holundersoda ein, den wir gerne annehmen. Er zeigt uns das Appartement ganz genau und es ist alles frisch renoviert. Komárom ist ein kleines Städtchen mit einer netten Altstadt und einem kleinen Platz, um den herum irritierenderweise die unterschiedlichsten Häusertypen stehen. Es handelt es sich um den Europaplatz und die Idee besteht darin, unterschiedliche in Europa vorkommende Architekturstile zu zeigen. Analog gibt es auch einen Park mit heterogenem Baumbestand.

In der Andreas Basilika findet heute bereits um 17h ein Konzert mit bekannten Tenören statt, nicht billig und online sehe ich, dass es kaum noch Karten gibt. Angesichts des aufwändigen Programmes, was auf eine längere Darbietung schließen lässt und der Aussicht über zwei Stunden auf Kirchenbänken zuzubringen, verzichten wir diesmal auf Kultur. Stattdessen geht es in unsere kleine Suite und wir suchen nach einem Restaurant.

Mit 45 km und geringen 143 Höhenmetern, die durch leichte Wellen entlang der flachen Nationalstraße zustande gekommen sind, war die Tour heute deutlich entspannter als gestern. Der Wind kam freundlicherweise oft von hinten. Es gab ein paar Sportradler und wenige kleine Gruppen. Heute ist uns auf der Fahrt kein einziger mit Taschen am Rad begegnet. Nur die Hitze war auch heute wieder recht heftig. In Gönjü habe ich noch einmal für Wassernachschub im örtlichen Spar gesorgt.

Von Bratislava nach Györ

Während wir gestern in Frühstücksraum praktisch alleine waren, ist heute richtig was los. Die Qualität hat sich nicht verändert. Kurz vor 10h sitzen wir auf den Rädern und versuchen aus der Stadt hinaus zu navigieren. Die Strecke, die ich in Komoot gefunden habe, ist nicht gut geeignet. Erstmal ein Umweg, dann auf veralteten Wegen, aber nach ca. 5km sind wir wieder auf der Piste. Schon früh hat es knapp 30 Grad, leider immer noch ein kleiner Gegenwind und ein schnurgerader Radweg, auf dem sich der Belag manchmal von grob auf fein ändert.

Die Donausicht verbessert sich zunehmend und bis zum Kraftwerk hat die Donau den Charakter eines großen Sees. Das Insektenangebot ist überaus reichlich und man ist gut beraten, den Mund geschlossen zu halten und mit einer Brille zu fahren. Mit dem Nahrungsangebot sieht es dagegen nicht so gut aus. Die wenigen Orte sind vom Damm getrennt und es wäre ein großer Umweg, dort auf die Suche zu gehen. Letztlich sehen wir, dass es beim Staudamm ein offenes Restaurant gibt, welches wir dann auch ansteuern. Wir bekommen ein günstiges Mittagessen mit alkoholfreiem Bier und füllen die Flaschen wieder auf, die auf den ersten 50 Kilometern ohne Pause leer geworden sind.

Die eintönige Fahrt geht noch ein paar Kilometer weiter. Nach dem riesigen Staudamm mit gigantischen Schleusen, an dem überall EU – Symbole hängen, wahrscheinlich wegen der Finanzierung, erreichen wir irgendwann das Dörfchen Sap. Nomen est Omen, ab hier wird es schwierig und wir müssen improvisieren. Erst einmal beginnt direkt eine unzumutbare Schotterpiste, auf der sich nur sehr langsam fahren lässt. Die Autostraße läuft parallel und wir nutzen die Gelegenheit bei einem Feldweg zu wechseln.

Mit Radweg ist es dann an der Brücke über die Donau ohnehin vorbei. Wir kommen ohne Kontrolle durch alte Grenzanlagen nach Ungarn. Überall Fahrradverbotsschilder auf der Hauptstraße. Die Komoot Strecke zum Donauradweg würde hier einfach weiter führen, aber ich halte es für besser, mir einen neuen Weg zu suchen. So kommen wir durch kleine Dörfer, Neubausiedlungen mit super Häusern und großen Audis vor der Tür. Audi hat hier sehr große Fabriken, die verschiedene Modelle vollständig produzieren und auch unzählige Motoren. Die Ortsbilder mit Häusern und Fahrzeugen vermitteln sehr gute Lebensbedingungen.

Manchmal müssen wir trotz Verbot doch auf die Bundesstraße, bis wir uns dann durch Györ (auf deutsch Raab) schlängeln und das Hotel durch die Fußgängerzone erreichen.

Die kompakte historische Altstadt mit schönen Plätzen, Gebäuden, Brunnen und Brücken ist sehr lebhaft und es gibt einiges an Gastronomie. Dabei ist es aber nicht so touristisch wie Bratislava. In Györ / Raab mündet die Raab in die Mosoni-Duna, die später in die Donau mündet. Zum Abendessen suchen wir das Restaurant Szalai Vendéglo auf und sind mit dem Fisch sehr zufrieden. Zu trinken gibt es tschechisches Pilsner Urquell.

Statt mit Englisch kommt man hier mit Deutsch wesentlich besser an. Der Mann an der Rezeption, die Kellner und auch die Apothekerin, bei der wir wegen ein bisschen Sonnenbrand vorbei schauen müssen, sprechen alle gut oder ein bisschen deutsch.

Hitze und Gegenwind zum Einen, wenig Gelegenheit zu rasten und sich zu stärken zum Anderen und zuletzt die nicht ganz einfache Navigation nach Györ haben uns für die 82 flachen Kilometer (knapp 100 Höhenmeter) einiges abverlangt. Beim Aufbruch nach der Mittagspause haben sich dünne Wölkchen vor die Sonne gesetzt. Das hat uns gefreut , der Schatten war aber nur von kurzer Dauer. Nun ja, vor wenigen Tagen haben wir noch über Regen geklagt, jetzt ist es die Hitze.

Rundgang durch Bratislava

Auch wenn das Skaritz Hotel mit 4 Sternen versehen ist, merkt man das nicht am Frühstück. Der Rest ist aber völlig in Ordnung. Geschlafen habe ich hervorragend. Obwohl man es besser vermeidet, sich zu früh zur Ruhe zu begeben, da es die frühestens zwischen 23h oder 24h gibt. Morgens hört man den Anlieferverkehr dann auch schon in den Straßen. Wer aber zwischen kurz vor Mitternacht schlafen möchte und gegen 7:30 aufwacht, wie für uns, ist also alles in Ordnung.

Wir suchen uns verschiedene Quellen, um einen Rundgang durch die Stadt zu planen und finden eine Tour, der wir lose folgen. Die Anzahl der Motive ist riesig. Es gibt unglaublich viel zu sehen. Direkt beim Hotel kommen wir zum Schlossblick, der gestern Abend noch von Obdachlosen, die da lagerten, etwas beeinträchtigt war. Komischerweise haben sie sich heute auf die rechte Seite in die Sonne verzogen. Das Stadtbild hat neben wenigen Obdachlosen auch einige Schattenseiten. Es gibt wieder einige Bruchbuden, schöne abbruchreife Gebäude.

Nach den ersten Altstadtwinkeln kommen wir zum Parlamentsgebäude mit Kugelbrunnen und Wachpersonal mit strengem Zeremoniell. Dahinter gibt es einen schönen Park mit einem Brunnen nackter Badender und einem Reiterstandbild von Maria Teresa, die hier allgegenwärtig ist und im Martinsdom zur ungarischen Königin gekrönt wurde. Erst hier habe ich meine GPS Uhr eingeschaltet.

Das nächste Ziel ist die Burg, auf der wir natürlich nicht die Einzigen sind. Aber es verläuft sich in dem riesigen Gelände. Egal ob von unten nach oben oder umgekehrt gibt es grandiose Aussichten. Der Labyrinth-Garten enttäuscht ein bisschen und was es mit den riesigen Mönchen auf sich hat, habe ich nicht eruiert.

In der Stadt sieht man von oben den Martinsdom mit Stephanskuppel und in der Ferne einige Hochhäuser. Während wir in Österreich insgesamt zwei bis drei Windräder finden konnten, sehen wir hier von oben auf einmal Hunderte in der Ferne. Ob die nun jenseits der Grenze in Österreich oder der Slowakei stehen, lässt sich nicht feststellen. Das Ufo auf der Brücke ist auch ein Aussichtspunkt, auf den man hoch kann, den wir aber ausgelassen haben.

In den begehbaren Stadtmauerresten gibt es viele Schilder mit Kurzbiografien in slowakisch und deutsch von bekannten Personen mit jüdischer Herkunft, die hier in Preßburg (Bratislava) geboren, gelebt oder gewirkt haben. Unten am Donauufer gibt es verschiedene Denkmäler für den unbekannten Soldaten oder die bulgarischen Partisanen oder die Befreiung der Stadt durch die „rote Armee“ (hier die ukrainische Fraktion). Außerdem sind die Vikinger Kreuzfahrtschiffe in Reihe angedockt und werden gerade von vielen Lastern wieder mit neuem Proviant versorgt. Die Stadt ist voll mit Reisegruppen, die durch Schilder und Audio-Hörgeräte in unterschiedlich gebrechlicher Form als Viking-Reisende erkennbar sind.

Auf unserem Rundgang kommen wir dann auch an der blauen Kirche vorbei (eigentlich hatte ich sie schon fast vergessen) und sie liegt etwas abseits. Wenige Meter danach stoßen wir auf street art und große Supermärkte. Über das alte Rathaus und den Franziskusplatz mit dem Soldaten mit Napoleonhut gelangen wir zurück zum Hotel.

Gut 13 km sind wir dann mit 200 Höhenmetern durch die Stadt gelaufen. Mit 6 Stunden haben wir uns dafür viel Zeit gelassen. Das Wetter ist hochsommerlich. Es gibt so viel zu sehen. Bis auf den Martinsdom oder auch Preßburgdom genannt, waren wir nirgends drin und da gibt es auch noch Einiges. Der Abend klingt aus im Bratislav Flagship mit einem preiswerten slowakischen und guten Pirogge Gericht mit preiswertem und gutem Bier. Anschließend gehen noch in eine Bar, schräg gegenüber, mit einem Trio mit Jazz-Standards. Da kostet das Bier dann etwas mehr.

Von Wien nach Bratislava

Heute haben wir uns einigermaßen früh aufgemacht. Das Zimmer im Hotel Elaya war geräumig und ordentlich. Das Frühstück im Vergleich eher unteres Niveau. Die Lage war nahe einer großen Fußgängerzone und vom 6. über den 7. Bezirk war man schnell in das Zentrum hinein gelaufen.

Gestern Abend gab es Shakespeare „Wie es Euch gefällt“ im Burgtheater. Drei Stunden mit einer Pause, recht amüsant, aber die Sitze sind nicht für 3 Stunden gemacht. Um 10:30 habe ich heute einen Telefontermin, den ich in einer Raststätte an der Donau absolviere, nachdem wir uns über 7km aus Wien hinaus geschlängelt haben. Das reduziert unseren Schnitt natürlich erheblich. Das Wetter wechselt von wolkig bedeckt und kühl auf blauer Himmel und heiß. Es bleibt durchweg bei über 30 Grad. Leider kommt der Wind nun von vorne und das macht die Strecke deutlich länger. Statt wie vorgestern mit 28 km/h lautlos und ohne Anstrengung zu gleiten, sind es heute eher 20 km/h, bei denen man ganz schön drücken muss.

Die Strecke ist ohne Highlights. Nach dieser ersten Raststätte gibt es noch zwei, drei weitere und dann nichts mehr. Nur noch schnurgerader Radweg, erst hinter dem Deich, dann auf dem Damm. Die nächste Möglichkeit wo einzukehren ist erst in Hainburg, nachdem wir diese riesige Donaubrücke überquert haben. Schmaler Streifen für Räder und Fußgänger, ordentlicher Gegenwind und heftiger Verkehr, wenigstens durch ein Geländer getrennt. Auf der anderen Seite ist die Donau ziemlich tief unter uns. Das fühlt sich ein bisschen mulmig an. Das Gebiet bis dahin ist Nationalpark für Donau und Auenland, d.h. meistens Bäume links und rechts und ab und zu auch einmal ein bisschen Wasser. Auch wenn die meisten Wege heute sehr in Ordnung waren, waren doch zwei Splitpassagen und ein paar hundert Meter durch ziemlichen Matsch zu bewältigen.

Hainburg hat ein historisches Zentrum und ein bisschen Gastronomie. Wir landen in einer Bäckerei am Kirchplatz mit schlechtem Service und unfreundlicher Bedienung. Es sind nun noch knapp 20 km, aber die ziehen sich, denn der Gegenwind lässt nicht nach. Bei Berg überqueren wir die Grenze zur Slowakei. Da gibt es zwar ein bisschen was, aber das sieht alles nicht einladend aus. Entlang der lauten und vollen Autobahn geht es über Betonplatten vorbei an einem zum Museum umgebauten Weltkriegsbunker zur nächsten großen Donaubrücke, über die wir allerdings wesentlich komfortabler drüber kommen. Die schon von Weitem sichtbare Burg über der Donau dominiert das Stadtbild. Von dort geht es dann nur noch ein paar hundert Meter durch die historische Altstadt bis zu unserem Hotel.

Abends finden wir in der quirligen Altstadt noch ein schönes ursprüngliches, in einem Hinterhof gelegenes Restaurant mit jungem Karpfen und hervorragendem Bier von Bernard.

Die Distanz von 74 km mit fast völlig flachen 231 Höhenmetern war heute dank Gegenwind und Hitze deutlich anstrengender als die längeren Etappen, die wir bisher absolviert hatten. Während der Wind bislang von Westen kam, scheinen sich hier die Wetterverhältnisse zu drehen.

Von Krems nach Wien

Nach dem massiven Gewitter von gestern Abend und verschiedenen Überschwemmungen, die sich in der Gegend ereignet haben sollen, hatten wir gestern in der Bierbar Piano geplant, dass wir heute eher versuchen früh los zu kommen. Außerdem mussten wir unsere Herberge schon um 9:30 verlassen haben, nicht ohne die Bettwäsche abgezogen und abgegeben zu haben. Das Frühstück war, wie erwartet, eher einfacher Natur, aber es war einiges da, um satt zu werden. Die beiden Damen waren sehr freundlich und sehr interessiert an unseren Radtouren und hatten auch einige Geschichten auf Lager, welche Art von Extremtouren schon bei ihnen einen Stop eingelegt haben. Sie meinten, dass es nach Regen riecht und in der Tat war der Himmel ziemlich grau.

Um 9:01h sitzen wir auf den Rädern und unsere Hoffnung, dem schlechten Wetter davon fahren zu können, erfüllt sich. Die Radwege sind ausnahmslos perfekt, ganz fein asphaltiert und selbst die kleinen Umwege, die dann auch verständlich ausgeschildert sind, befinden sich in sehr gutem Zustand. Eine erste Pause machen wir nach einer kleinen Kurve in einem idyllischen Kiosk direkt an der Donau. Erst beim Weiterradeln erkennen wir, dass dieser direkt am Atomkraftwerk Zwentendorf liegt. Neben den Kreuzfahrtschiffen, die wir an den Schleusen immer wieder überholen, gibt es auch ein paar Drachenboote mit Jugendlichen, die in Tulln anlegen.

Tulln ist eine interessante Zwischenstation, die namentlich im Nibelungenlied genannt ist, wo Kriemhild an Etzel übergeben wird, bevor in Wien dann die Hochzeit erfolgt. Die Stadtpromenade ist in Gärten angelegt und Kaiser Marc Aurel wacht auf seinem Ross direkt über dem Radweg.

Kurz vor Klosterneuburg rasten wir im Gasthaus am Silbersee. Ich liege, nach Kuchen gefragt, dem Missverständnis auf, dass es Rehrücken gäbe. Den habe ich dann auch bestellt: Schokoladenkuchen mit einer dünnen Schicht Konfitüre. In Klosterneuburg nehmen wir die Klosterkirche von weitem zur Kenntnis und auch beim Museum machen wir nur einen kurzen Stop. Die Radwegeführung nach Wien hinein ist schon außergewöhnlich gut.

Über uns braust der Verkehr, wir fahren unter Brücken am Kanal entlang und das Großstädtische sind die bemalten Brückenpfeiler mit unterschiedlichsten Motiven. Irgendwann müssen wir dann doch ins Getümmel, aber die Komoot Strecke führt uns auf sinnvollen Wegen vor unser Hotel. Ein kleiner Rundgang durch die naheliegende Fußgängerzone endet mit den ersten richtigen Tropfen des Tages. Schnellen Schrittes eilen wir zurück zu unserem Hotel. Dort sind wir mit einer Freundin aus Heidelberg verabredet, mit der wir zusammen ins Café Restaurant G’schamster gehen, was wir als die letzten Gäste wieder verlassen.

Die 85 km mit 225 Höhenmetern (also flach) sind uns heute recht leicht gefallen. Der Wind kam fast immer perfekt von hinten. Teilweise haben wir ohne größere Anstrengung Geschwindigkeiten von knapp 30 km/h erreicht und so haben wir das Hotel schon vor 15h erreicht. Das Kalkül, dem Wetter davon zu fahren, hat funktioniert. Über die ganze Strecke war ideales Radfahrwetter. Kurz nach 19h ging es dann los mit dem Regen.

Von Ybbs nach Krems

Um 7:30 schaue ich aus unserem Zimmer: leider Wolken. Das Zimmer ist diesmal mit Balkon, auf dem ich dann auch die ersten Übungen vollführe. Nachdem wir im Frühstücksraum das bislang abwechslungsreichste Frühstücksangebot vorgefunden haben, sind die Wolken dann auch weitgehend verzogen und kurz nach 10h sitzen wir auf den Rädern. Wir bleiben bis zur letzten Brücke nach Krems auf der rechten Seite der Donau.

Es sind einige Radler auf den wiederum bestens ausgebauten Radwegen unterwegs. Viele mit Motor und auch einige Sportradler. Einige Rennradler ziehen allerdings die Straße vor. Unsere erste größere Station ist Melk mit dem imposanten Stift, das man von weitem sich schon über das große Kraftwerk hinweg im Fluss spiegeln sieht. Hier lagern die Kreuzfahrtschiffe in mehreren Reihen und entsprechend voll ist der Radweg mit kreuz und quer laufenden Kreuzfahrern im sehr gesetzten Alter. Über die Hub-Nietenbrücke aus den 30er Jahren kommt man dann nach mehreren Kurven in die Stadt und an das Stift. Das betrachten wir aber nur von außen. Interessant ist, dass, ergänzend zu den Kreuzfahrtschiffen, diese auch von einigen Bussen begleitet werden, um sofort für die Landausflüge Vorort sein zu können.

In Schönbühl sehen wir auf dem Felsen die Burg und die Kreuzfahrtschiffe geben Gas. Sie fahren ungefähr mit einer Geschwindigkeit von 26km/h die Donau hinunter. Wir sind auf jeden Fall ein bisschen zu langsam. Leider muss auch der Radweg nun um den Felsen rum und das bedeutet einen kleinen steilen Anstieg.

Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir die Burg und die Weinberge rund um Spitz. Hier beginnt mehr oder weniger das Weinbaugebiet der Wachau. Im Vordergrund ist wieder ein Kreuzfahrtschiff zu sehen und einige Kanuten haben schwer mit den Wellen der großen Schiffe zu kämpfen.

In Rossatzbach schauen wir auf den blauen Kirchturm von Dürnstein unterhalb einer markant und weithin sichtbaren Burgruine. Das Wasser der Donau scheint warm genug zu sein, dass sich einige schon hinein wagen. Einen haben wir mitten im Fluss mit starker Strömung gesehen. Das scheint mir angesichts des mittlerweile erheblichen Schiffsverkehrs nicht ganz ungefährlich. Schließlich queren wir die Donau bei der Brücke von Mautern und begeben uns in unsere heute leider äußerst einfache Behausung, die Radfahrherberge Krems. In unserem Zimmer gibt es sieben Betten, aber wir haben es als Doppelzimmer gebucht. Ein ziemlicher Gegensatz zu unserer Luxusherberge gestern.

Wir sehen in Krems das steinerne Tor, die zentrale Fußgängerzone und den Dom der Wachau, die St. Veits Kirche und irgendwann beginnt es zu tröpfeln, dann in Strömen zu regnen, bis sich dann im Gewitter Sturzbäche durch die Stadt ergießen. Wir haben Unterschlupf im MarktSpiel gefunden. Die schenken bis 18h zwar noch zu trinken aus, aber sonntags bleibt die Küche abends kalt. Nach unserem hervorragenden griechischen Essen im Offenburger Zeus haben wir uns nun zu Ja Mas aufgemacht und es ist ganz ok, große Portionen, aber leider nicht ganz so gut. Auf dem Heimweg tröpfelt es schon wieder.

Auf der Entfernung von 64 km, die wir mit kurzen Steigungen und 185 Höhenmetern zu bewältigen hatten, war heute ideales Radfahrwetter; nicht zu heiß, ein paar Wolken, aber schön trocken. Mit dieser Auffassung waren wir nicht alleine und der sonntägliche Verkehr war erheblich, aber auf den breiten und bestens asphaltierten Wegen kein Problem. Was aber an der ein oder anderen Engstelle erwachsene „stark“ gewachsene E-Biker dazu verleitet, die nicht einzusehende Linkskurve auf der linken Seite zu nehmen, erschließt sich einem kaum. Wir waren Zeuge von mehreren Fast-Unfällen. Gerade an solchen Stellen muss man äußerst vorsichtig sein.

Von Linz nach Ybbs

Nachdem wir im Hotel Schillerpark durch ein sehr gutes Frühstück gestärkt wurden, bedurfte es fast 7 km, bis wir aus der Stadt wieder den Donauradweg am Ausgang von Linz erreicht haben. Das Stadtbild von Linz ist an dieser Seite eher industriell und so auch der Blick über die Donau auf Linz zurück. Der Radweg ist perfekt ausgebaut. Allerdings ist heute am Samstag mit strahlendem Wetter und steigenden Temperaturen ziemlich viel los. Auf der Radlerrennbahn sind so auch sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten unterwegs.

Je mehr wir den städtischen Einzugsbereich verlassen, reduziert sich die Anzahl der reinen Sportradler und Freizeitradler und die Langstrecken-Tourer dominieren. Unsere Etappe heute ist länger geplant und wir sind deshalb zügig unterwegs. Die Blicke auf die Donau ähneln sich. Der breite Fluss, mit Hochwasserdämmen und Mauern zu dessen Verstärkung und ein sehr gut asphaltierter Weg sind die Regel. Teilweise müssen wir ins Landesinnere ausweichen und fahren auf verkehrsarmen Straßen.

Unsere erste Pause machen wir erst nach 60 Kilometern in Grein, das man schon von weitem aus sehen konnte und was wir nach gut 3 Stunden erreichen. Den ersten Kiosk am Camping Platz lassen wir aus, aber auch das zweite Café mit vielen Kuchen, aber direkt am Parkplatz mit unzähligen Fahrzeugen, Autos, Fahrrädern und Motorrädern erscheint uns nicht so gemütlich. Wir lassen uns dann im Hof eines Gasthauses mit langer Tradition und einer denkmalgeschützten Lärchendecke im Inneren nieder. Von hier sind es nur noch gute 20 km bis zu unserem Zielort Ybbs und wir müssen über die Brücke eines riesigen Kraftwerks mit entsprechender Schleuse, die gerade von einem dicken Kreuzfahrtschiff besetzt ist, die Donau queren.

Kurz nach Grein verschmilzt der Radweg für 10km leider mit der verkehrsreichen B3. Seit wir in Österreich sind, sind wir übrigens auf den Radwegen bislang nicht einen einzigen Zentimeter auf Split oder Schotter gefahren und jeder Weg ist besser geteert als die Straße, in der ich wohne. In Ybbs ist Stadtlauf, da ist einiges abgesperrt, aber der Babenberger Hof ist trotzdem schnell gefunden.

Dort bekommen wir ein „Upgrade“ für die Donau Lodge. Nach einem kleinen Rundgang durch die kleine historische Stadt, von der aber seit einem Brand im 19. Jahrhundert einiges nicht mehr steht, gibt es im Babenberger Hof noch ein Lachsfilet mit Kartoffelgratin auf drei Spargeln. Nicht schlecht, aber auch nicht der große Hochgenuss. Raffiniert ist die Idee, Brot, Butter, Salz und Öl für 5€ pro Person in einer stilvollen kleinen Holzkiste anzubieten.

Die Distanz über 83 km war heute schon einigermaßen anstrengend, zumal die Sonne einerseits erfreulicherweise den ganzen Tag schien, andererseits aber auch die Temperatur fast 30 Grad erreichte. Bei 204 Höhenmetern waren keine Steigungen zu überwinden, außer einer kleinen fiesen Rampe vor Grein.

Von Obermühl nach Linz

Im Aumüller hatten wir wieder direkten Ausblick auf den Fluss. Das Frühstück war ansprechend. Neben uns war eine Gruppe von vier älteren Kanadiern, die alle auf dem selben Pedelec-Typ unterwegs waren. Wir müssen auf jeden Fall irgendwann eine Fähre nehmen, denn die linke Seite wird durch Felsen, die direkt an die Donau reichen, unterbrochen. Wir entscheiden uns dafür, erst bis Untermühl auf der linken Seite zu fahren. Bis hierher sind wir fast alleine. An der Fähre von Untermühl treffen wir auf eine Vierer-Gruppe von Österreichern mit Klapprädern. Ihre Tradition für das Vatertagswochenende. Auf diese Weise kommen wir mal zu einem gemeinschaftlichen Foto in der kleinen Fähre.

Die grünen Hügel steigen links und rechts der Donau steil auf, so dass wenig Platz für Wege und Straßen bleibt. Autoverkehr gibt es kaum, aber die Wege sind perfekt ausgebaut. Nach der Fähre von Untermühl öffnet sich das Tal langsam und irgendwann ist auch wieder Platz für Autoverkehr. Der Radweg läuft parallel und später auf dem Donaudamm.

Kurz nach dem „Donauwirt“ gibt es eine gut ausgestattete Service-Station. Wir nutzen die Gelegenheit die Reifen aufzupumpen und ein bisschen sauber zu machen. Bei Ottensheim müssen wir per Drahtseilfähre auf die linke Seite wechseln. Wir warten dort mit einigen Radlern und ein paar Autos und keine Fähre ist zu sehen, bis sich irgendwann ein Teil des Anlegestegs von gegenüber langsam in Bewegung setzt. Auf dieser Art Fähre ist viel Platz für Autos und Fahrräder. Ein Radler mit ganz viel Gepäck fällt mir auf. Er kommt aus Frankreich und fährt den Eurovelo – Radweg 6 vom Atlantik (Loire Mündung) bis zur Donau Mündung im schwarzen Meer.

In Ottensheim machen wir noch eine kurze Pause bei kaltem Kaffee mit kaltem Milchschaum. Dann sind wir auch schon bald in Linz und werden gut durch die Peripherie geführt. Das Zimmer im Hotel am Schillerpark ist auch schon um 13:30 für uns bereit.

Unser Stadtrundgang führt uns über den neuen Dom, den Hauptplatz zurück zur Donau und zum Donaupark. Auf dem Rückweg kommen wir an einem Platz mit Live-Musik vorbei. Resi Reiner gibt gerade als letztes Stück ihren Hit „Naja, geht so“ zum besten.

Dann laufen wir zum alten Dom mit barocker Einrichtung. Im Seitenaltar ist mal wieder Maria Magdalena mit der Schlange kunstvoll abgebildet. Außerdem ist die Orgel zu besichtigen, auf der Anton Bruckner jahrelang als Dom-Organist gespielt hat. In der k.u.k Hofbäckerei gibt es Linzer Torte nach Originalrezept und die Melange dazu ist leider nicht erste Klasse.

In nostalgischer Erinnerung an das Heidelberger „da Vinci“ gehen wir hier auch in ein Restaurant gleichen Namens. Die Bewertung liegt bei 4.3. Es gibt keine nudelessenden Kinostars in schwarz-weiß, dafür Reproduktionen von Michelangelo und sehr viel Knoblauch. Danach schlendern wir wieder zum Stream-Festival. Dabei kommen wir an einer Tanzbühne mit ohrenbetäubendem Techno vorbei. Die aktuell aufspielende Band Night-Tapes ist kein Geheimtip. Das Festival kostet keinen Eintritt, das wird durch den Bierpreis kompensiert.

Die Distanz von 49 km hatte mit 130 Höhenmetern keine nennenswerten Steigungen zu bieten. Allerdings kamen mir die ersten 10 Kilometer, obwohl immer auf Höhe der Donau, ständig wie bergauf vor.

Von Passau nach Obermühl

Als wir aufwachen, regnet es. Wir lassen es langsam angehen und kommen spät zum Frühstück. Das Angebot ist ok, aber für den Preis steht es deutlich dem in Deggendorf nach. Wenig stilvoller Massenbetrieb mit von allem was, aber eben keine besonderen Käse o.ä. Schön ist, dass der Himmel aufreißt. Wir verlassen Passau bei schönstem Licht und kommen nach den ersten Bildern zügig auf der linken Seite voran. Bei diesem Licht sieht man auch die verschiedenen Farben der Flüsse viel besser.

Bei Obernzell überqueren wir die Donau mit der Fähre und betreten Österreich. Beim riesigen Wasserkraftwerk Jochenstein hätten wir auch queren können. Das Ausflugsschiff, was wir bei ca. 25km/h nicht einholen konnten, braucht in der riesigen Schleuse länger als wir. Wir bleiben auf der rechten Seite und müssen einige kleinere Steigungen überwinden, so dass wir von Pedelec-Gruppen oder Bike-Packern überholt werden. Bis Schlögen bleiben wir auf dem gut ausgebauten Radweg, steuern beim großen Campingplatz den Gasthof an. Gerade rechtzeitig, denn kaum haben wir unsern Kuchen vertilgt, beginnt es heftig zu regnen.

Als es dann wieder aufhört, beschließe ich bis zum Aussichtspunkt über die Schlögener Schlinge hochzufahren. Dazu geht es ein kurzes Stück, ca. 2km auf der Bundesstraße und dann ab auf eine kleine einspurige Straße und auf dieser über knapp 2km mit 12-16% Steigung hoch. Obwohl ich die Taschen im Restaurant gelassen habe, ist das eine ziemlich schwierige Aufgabe. Oben ist dann auf den Waldwegen zwar Radfahren verboten, aber das geht trotzdem ganz gut. Nicht schlimmer als der Schotter, den wir zuweilen hatten. Da oben verzettele ich mich zu Fuß, bis ich den Ausblick gefunden habe, aber zuletzt werde ich mit dieser phantastischen Aussicht über die Donauschleife belohnt.

Bis nach Obermühl an der Donau sind es dann weniger als 10 km. Leider beginnt es nun wieder leicht zu regnen, aber wir verzichten auf die Regensachen. Schließlich müssen wir wieder mit der Fähre rüber und dann sind es nur noch 100 Meter. Nachdem wir wieder sauber sind, vertreten wir uns die Füße in dem nur aus wenigen Häusern bestehenden Ort und beschließen einer Komoot Wanderung bis hoch zum Burgstallblick über die Donau zu folgen. Da geht es sehr steil über winzige Pfade den Hang hoch. Auf 2km machen wir 350 Höhenmeter. Ganz oben gibt es noch einen hölzernen Aussichtsturm, den ich erklimme und über ziemlich feuchte Wege geht es dann weniger steil zurück. Da wir im Fischgasthof Aumüller zu Gast sind, wird Zanderfilet mit Spargel offeriert und da der Betrieb preisgekrönt für seine Mostvariationen ist, werde ich dazu verleitet, einige davon zu probieren.

Die 60 km, die wir heue geradelt sind, wurden mit 497 Höhenmetern erkämpft, von denen 200 besonders hart waren. Die gut 6km lange Wanderung hatte es bezüglich Höhenmeter und Wegbeschaffenheit ebenfalls in sich. Meine Barfußschuhe haben die nächste Prüfung bestanden, allerdings nicht auf nassem Stein.

Rundgang durch Passau

Eine konkrete Kilometerangabe und eine zugehörige Karte kann ich heute nicht liefern, nur ein paar Eindrücke, was es in Passau an Sehenswürdigkeiten gibt. Um 10:30 Uhr haben wir uns am Domportal zu einer Stadtführung eingefunden, die uns mit Humor und Sachverstand an die wichtigsten Punkte in der Altstadt geführt hat. Der Platz vor dem Dom wimmelte von Schirmen, um dem Regen zu trotzen und Stadtführungen in allen Sprachen wurden von den jeweiligen Kreuzfahrtschiffen durchgeführt.

Hinter dem Wittelsbacherbrunnen mit Dom symbolisieren Engel die Flüsse (Donau mit Getreide, Inn mit Tirolerhut, auf der Rückseite Ilz mit Perlen). Morgens zeigt sich ein bisschen blauer Himmel, sonst war es meist grau oder hat geregnet. Das goldene Dach als Äquivalent zu dem in Innsbruck und das kunstvolle Treppenhaus in der fürstlichen Residenz mit Deckengemälde, welches die Stadt Passau mit Zeus darstellt.

Zur Festung „Vesta Oberhaus“ führen ein paar gut besuchte Treppen auf den Berg, aber für den eigentlichen 3 Flüsse Aussichtspunkt muss man Eintritt für das Museum bezahlen und wir geben uns mit den tiefer gelegenen Aussichten zufrieden. Einmal sieht man unten die Ilz in die Donau münden und von hinten kommt das hellgrüne Wasser des Inn dazu. Aber gleichzeitig sind immer nur zwei Flüsse zu sehen.

Auf dem Weg zurück zur Inn-Mündung beginnt es heftig zu regnen, so dass wir im Kaffee-Inn Unterschlupf suchen und finden. Da es weiter regnet, schauen wir uns mit unserem neu erworbenen Wissen der Stadtführung noch einmal den Dom an, mit dem kostbarsten Kunstwerk des Donaulandes in Niederbayern, der goldenen Kanzel (nicht wegen des Goldes, das macht vom Gewicht nur zwei Tafeln Schokolade aus, sondern wegen der vielfältigen Schnitzereien). Die Eisenbahnbrücke, so heißt sie im Volksmund, in der Vergrößerung des Domes über den Inn, heißt eigentlich Kaiserin-Elisabeth-Brücke, da selbige nach 10 Jahren mit der Eisenbahn wieder von Wien herkam, um im Hotel „wilder Mann“ ihre Familie zu treffen.

Vor dem Dom steht ein Statue des Königs Maximilian I von Bayern, der dem Dom den Rücken zudreht und damit signalisiert, mit der Macht der Passauer Erzbischöfe ist es vorbei und gleichzeitig den Blick in Richtung München richtet, um zu signalisieren, dass Passau jetzt zu Bayern gehört.

Nachdem wir zu dritt diesen Rundweg absolviert haben, regnet es leider immer noch und wir finden in der Stadtgalerie trockenen Unterschlupf und können uns im Mediamarkt versorgen und auf den Massagesesseln, die dort aufgestellt sind, entspannen.

Bei gut 17.000 Schritten dürften sich so an die 12 km akkumuliert haben. Tochter-2 wird mit dem Camper abgeholt und wir sind froh, dass wir heute nicht Rad gefahren sind. Die Prognose für morgen sieht ein bisschen besser aus.