Distanz: 71 km mit 1385 Höhenmetern von Bad Herrenalb überr Loffenau, Gernsbach, Weisenbach, Forbach, Schönmünz zum Mummelsee und der Hornisgrinde und dann runter bis nach Seebach.

Mit der S-Bahn starte ich von Heidelberg nach Karlsruhe und steige dort in die S1 bis nach Bad Herrenalb. Dort geht es mit ängstlichen Blicken zur geschlossenen Wolkendecke los. Bleibt es trocken?
Diesmal bin ich nicht mit dem Reiserad sondern dem Rennrad und minimalem Gepäck unterwegs.
Am Marktplatz in Bad Herrenalb mit Blick auf Rathaus und kleinem Bachlauf entscheide ich mich erst einmal für den direkten Weg nach Gernsbach. Die Häuser sind hier gut in Schuss, wieder Fachwerk und die Murg. Dem Murgradweg folge ich jetzt, entlang der grünen Radwegweiser und komme an interessanten kleinen Kapellen oder Kirchen vorbei.

Entlang der Murg ist der Radweg vorbildlich. Leider hat sich der Himmel jetzt zugezogen und es regnet leicht aber kontinuierlich.
In Weisenbach gibt es ein paar Motive, insbesondere diese kleine Höhlenmadonna. Kurz vor Forbach meint Gemeinde Langenbrand, dass die Ortsstrasse renoviert werden muss. Nach misslungenen Ausweichversuchen lande ich auf der großen Straße. In Forbach kurve ich auf der Suche nach einem netten Café herum. Bis auf einen Kebab Laden ist alles ausgestorben und die Holzbrücke ist gesperrt. Wenigstens gibt es einen Netto am Ortsausgang. Die Bäckerei-Theke hat innen auch einen Tisch, den ich für Kaffee und belegtes Brötchen in Beschlag nehme. Ich spreche die Verkäuferin an, es sei alles so ausgestorben, da meint sie nur resigniert, wem sagen sie das.
Ich verlasse den Netto von Forbach und komme entlang des jetzt wieder vorbildlichen Radweges am Kirschbaumwasener Wehr vorbei und an einem kleinen Felsdurchbruch, der wohl extra für diesen Radweg entstanden ist. In Schönmünz folge ich nunmehr dem gleichnamigen Bach, ignoriere den Schotterradweg und fahre praktisch ohne Verkehr in leichtem Regen den zunehmend steiler werdenden Weg zum Seibelseckle hoch.

Dabei passiere ich verschiedene Häuser, die schon bessere Zeiten erlebt haben. Im Gegensatz dazu ist in der einsamen Gegend auf einmal der Auerhahnhof eine riesige Wellness Enklave mit internationalen Besuchern. Kurz danach ist die Straße für Autos gesperrt, was nicht heißt, daß dort keine fahren. Aber insgesamt eine wunderschöne Strecke durch den Wald in dem ich angesichts des schlechten Wetters fast alleine bin.
Vom Seibelseckle ist es nur noch ein kleines Stück bis zum Mummelsee, trotz schlechtem Wetter herrscht Massenbetrieb. Immerhin habe ich genügend Platz für mein Rad mit Mummelsee Panorama.

Es ist noch nicht einmal 15h und so suche ich die asphaltierte Straße (nur für Busse) zur Hornisgrinde. Beim Turm fängt es wieder stärker an zu regnen und schnell mache ich noch ein Foto auf die im Trüben liegene Rheinebene.
Dann geht es über 600 Meter Abfahrt, anfänglich bei Regen, dann wird es trocken, nach Seebach. In meiner kleinen Pension genieße ich einen tollen Ausblick auf den Ort und das Wetter deutet an, dass morgen nicht mehr mit Regen zu rechnen ist.