Heute haben wir die Rückreise angetreten. Das französische Fernsehen berichtet auf allen Kanälen über die bevorstehenden Streiks, Blockaden und Randalen. Da der Shuttlebus an den Flughafen nur vormittags fahrplanmäßig fahren soll, verlassen wir das Hotel bereits um halb zehn. Meine Kiste aufzugeben sei kein Problem, aber ich sei viel zu früh und soll um 13h wiederkommen, wird mir bei der Gepäckabgabe erklärt. Mangels vernünftiger sonstiger Sitzgelegenheiten verbringen wir die Zeit bei einem riesigen (dem kleinsten) Milchkaffee im Starbucks. Draußen ist auch keine Option, Rauchschwaden um jeden Stuhl.
Um 13h darf ich dann meine Kiste verschnürt abgeben. Allerdings muss ich sie an den Sperrgepäckschalter (over sized) bringen, wo Taschenmesser, Nagelset, ergänzt um Trinkflasche und eine Jacke, die der Füllung des Päckchens dient, die Durchleuchtungskontrolle überstehen. Allerdings schafft es die kleine Kiste nicht vom Transportgummiband weiter transportiert zu werden und ich muss ein bisschen nachhelfen. Bei der Gepäck- und Körperkontrolle sind keinerlei Warteschlangen. Wir sind in wenigen Minuten durch. Die Angst vor den Auswirkungen der „Totalblockade“ scheint folglich wenig begründet. Im Oktober seien die Fluglotsen mal wieder dran. Da ist dann die Fliegerei betroffen meinte die Damen an der Gepäckabgabe.

Während es in Frankfurt keinen interessiert hat, wollen die Franzosen die Flüssigkeiten und Cremes wieder separat sehen und händigen jedem dafür einen Plastikbeutel aus. Auf dieser Seite des Flughafens ist dann auch ein deutlich größeres Nahrungsangebot und so können wir die Zeit mit einem kleinen Mittagessen verbringen. Außerdem gibt es einen ganz schön gestalteten Wartebereich mit halbwegs bequemen Stühlen und verschiedenen Liegeflächen. Ein Flügel ist aufgebaut, damit man in Eigenregie Musik machen kann.
Das Boarding beginnt leicht verspätet, aber der Pilot versichert uns, dass er pünktlich ankommt. Während wir auf dem Hinflug als „Business Kunden“ mit Mittagessen und Getränken verwöhnt wurden, da der Flug praktisch das Gleiche gekostet hatte, sind wir nun in der Economy-Holzklasse. Da gibt es dann noch ein 0,3 Liter stilles Wasser, was dann auch den einzigen Unterschied zu Ryanair und anderen Billig-Fluggesellschaften ausmacht.
Tatsächlich kommen wir pünktlich an. Unser Gate an Terminal 1 ist allerdings noch nicht frei. Der Bus bringt uns nach A40. Viel weiter draußen ist schwierig zu finden. Als wir die Gepäckausgabe dann nach 20 Minuten erreicht haben, kommt auch schon relativ bald das Gepäck und auch mein 30 cm großer Karton ist dabei. Die meisten Züge am Fernbahnhof sind verspätet, aber unserer fährt auf die Minute ab, kommt zwar ein bisschen verspätet in Mannheim an und die S-Bahn nach Heidelberg kommt auch wie angekündigt. Gibt es gar nichts mehr zu meckern.

Dieser Urlaub ist zwar deutlich anders verlaufen, als wir das geplant hatten, aber wahrscheinlich war es auf diese Weise viel erholsamer. Unsere Gruppe schickte noch ein paar vegetationsarme Fotos vom Hochgebirge. Sportlich haben wir uns heute kaum betätigt, wenn man den langen Marsch von A40 bis zur Gepäckausgabe im Frankfurter Terminal 1 mal außer acht lässt.