Die letzten 12 km und 30 Höhenmeter dieser Reise sind vom Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden zum Bahnhof Baden-Baden zu absolvieren.
In Girona packe ich mein restliches Zeugs, geht ins Café für einen Milchkaffee und ein Brötchen und rufe den hoffentlich gestern informierten Taxifahrer zur Sicherheit noch einmal an. Er scheint nicht viel zu wissen. Aber pünktlich um 8:30 unten ist er da. Die verbleibende Packtasche passt auch noch in den Karton und die Box wird mit Klebeband verschlossen. Die Box passt bequem in den Kofferraum mit umgelegten Sitzen, vor 9h sind wir am Flughafen Girona und eine halbe Stunde später ist die Kiste mit 27 kg (30 kg sind bei Ryanair erlaubt) abgegeben. Die extra Tasche, wie bei Ryanair üblich, extra zu bezahlen war also überflüssig. Der Flug ist zunächst eine halbe Stunde dann 45 Minuten verspätet und ich vertreibe mir die Zeit beim Burger – Restaurant. Gegen 13:30 sind wir im Flughafen Karlsruhe angekommen und das Rad ist ca. 14:15 wieder aufgebaut. Beim Flughafenpersonal frage ich höflich, wo ich den Karton entsorgen darf und die freundliche Dame meint, ich solle ihn einfach hier bei ihr lassen, die würden das nachher abholen.

Ich dachte locker in Zivilklamotten die paar Kilometer abzuradeln aber es tröpfelt und ich mache einen taktischen Fehler. Ich fahre erst mal los und die Navigation führt mich plötzlich in den Wald. Da wird mir bewusst, dass Komoot von Girona noch auf „Wandern“ statt „Rennradfahren“ eingestellt war. Also wieder raus aus dem Wald, jetzt regnet es stärker. Dann ziehe ich wohl doch besser Radklamotten an, was im nassen Laub keine besonders dankbare Aufgabe ist. So bin ich erst kurz nach 15h am Bahnhof Baden-Baden und buche einen Zug nach Karlsruhe mit Umstieg zur S3 nach Heidelberg. Die Bahn macht es wie üblich spannend. Statt um 15:49 fährt sie um 15:54 ein und die S-Bahn um 15:56 ab. Also das Rad mit Packtaschen bei Gleis 9 nach unten und bei Gleis 5 wieder hoch tragen und pünktlich um 15:56 noch in die S-Bahn gesprintet, die dann auch um 16:06 los fährt. Bei kühlen und nassen 16 Grad muss ich noch die letzten 500 Meter nach Hause fahren.
Fazit: die Reise ist unfallfrei, pannenfrei und plangemäß verlaufen. Einmal die Räder aufgepumpt hat gereicht. Alles hat gut geklappt und trotz einiger anspruchsvoller Tage hatte ich eigentlich meistens schöne Wetterbedingungen.


