Ax-les-Thermes über den Col de l’Osque

Wir starten in Ax am Parc de Teich mit dem nun wirklich völlig unspektakulären Teich. Über einen schön ausgebauten Rad- und Wanderweg (der wohl eben für gut 20T€ gebaut wurde, so eine Informationstafel) kommen wir zunächst zu einem kleinen idyllischen Stausee, dem Lac de Campauleil. Kurz danach findet sich ein kleiner Schrein mit der Sainte Germaine.

Orgeix (okzitanisch: Orgeish) ist die nächste kleine Gemeinde im Tal der Oriege. Auch hier leben nur 101 Einwohner und entlang des Flusses mit vielen malerischen Blicken in die steil aufsteigenden Berge erreichen wir Orlu. Hier beginnt am Ortsende der Aufstieg zum Col de l’Osque. In langen Serpentinen auf einem breiten Schotterweg führt der Weg in die Höhe. Die Steigung ist mässig, aber der gesamte Weg liegt in der Sonne. Nach knapp 2h haben wir die Höhe bei 1400 Metern erreicht. Es krabbelt und hüpft den ganzen Weg entlang. Unzählige kleine Tiere bevölkern den Hang.

Wenn man von oben auf die kleinen Orte schaut, dann fällt auf, dass trotz ganz viel Sonne gar keine Photovoltaic Anlagen zu sehen ist. Zum Gite La Forge d’Ascou führen von hier die Wegmarken, welches wir dann gegen 15:30 erreichen. Offiziel macht es leider erst um 16h auf. Drei große Hunde schleichen um unser Vesper. Irgendwann ist die Tür dann doch offen. Die Hunde verteilen sich im Raum und die Wirtin stimmt erfreulicherweise zu, uns was zu trinken zu verkaufen. Neben den vielen kleinen Krabblern gibt es im Wald unzählige interessante Pilze.

Wir folgen von hier dem GR107 Wanderweg nach Ascou durch ein wildes Tal. Wieder leben hier nur 115 Einwohner, obwohl es mindestens so viele kleine verwinkelte Häuser gibt in ebenso verwinkelten Gässchen.

In knapp 7 Stunden sind wir heute gute 23 km gelaufen und haben 910 Höhenmeter hoch und runter absolviert. Obwohl der Anstieg in schönen Serpentinen mit moderater Steigung eigentlich gar nicht so schlimm hätte sein sollen, hat es sich in der prallen Sonne ziemlich gezogen und Kraft gezehrt.