Ax-les-Thermes zum Refuge Chioula

Nach dem regnerischen Tag gestern scheint die Morgensonne auf unseren Balkon und wir brechen diesmal zu einer längeren Tour auf. In der Ferne sehen wir die weiße Marienstatue in der Sonne leuchten. Zunächst müssen wir runter durch das Zentrum und kommen an Casino und Bad vorbei. Das Becken neben dem Bad mit warmem Thermalwasser dampft in der Sonne. Nachdem wir die höher gelegenen Teile von Ax durchquert hatten, erreichen wir Ignaux (okzitanisch Inhaus) wo sich Auf- und Abstieg trennen. Es gibt hier 126 Einwohner und ziemlich viele verschlossene Feriendomizile. Die Bewohner werden Ignaous genannt.

Unsere nächste Station ist die 90 Einwohner zählende Gemeinde Sorgeat. Ein Pilzsammler zeigt uns seine Beute, eine volle Tasche mit Steinpilzen. Das alte Waschhaus wurde zu einem kleinen Museum umdekoriert.

Wir kommen durch das Gebiet von Ascou, da wird es ein bischen steiler. Uns kommen am Sonntag einige Wanderer entgegen inklusive 2 Trail-Läuferinnen, eine mit dem Junior, der mit MTB runter fahren darf. Sie muss es allerdings bis zur Anhöhe schieben.

Auf der Passhöhe bei etwa 1650 Metern rastet eine Gruppe und die Aussicht von den bewaldeten Höhen wandelt sich in Weidegebiet bis wir das Refuge du Chioula auf gut 1600 Metern erreichen. Eine rieisige Gruppe französischer Wanderer sitzt an einem ganz langen Tisch. Deshalb gibt es auch nichts mehr zu essen. Wir kaufen Apfelsaft und müssen unseren Proviant essen.

Auf dem Rückweg müssen wir die Kuhherde durchqueren, die direkt vor die Hütte gewandert ist. Dabei vertue ich mich beim navigieren und biege zu früh ab, was uns gute 2 km Umweg beschert. Auch der Abstieg bietet unzählige schöne Panoramen und Motive. Es wird ein bisschen steiler bis wir dann wieder Ignaux erreichen und dort auf dem gleichen Weg nach Ax absteigen.

Die Distanz von 23 km mit 1099 Höhenmetern hoch und runter war machbar, aber wir haben nun doch schon einiges gespürt.