Rundgang Budapest

Gestern sind wir in einer zwar schönen und großen Airbnb Wohnung untergekommen, aber leider wird es hier heiß. Es gibt niemand mehr, der uns ein Frühstück bereitet. Gestern waren wir noch im Spar und haben ein bisschen vorgesorgt. Unter anderem als Brot ein Baguette zum Aufbacken. Das war ein Fehler, denn bei Benutzung des Ofens haut es die Sicherheit raus und wir finden nicht, wie wir sie wieder rein bekommen. Ein Handwerker soll es lösen, während wir weg sind.

Zu Fuß machen wir uns auf und passieren als erstes das Operngebäude, bis wir zur Stephans Basilika kommen. Wenngleich erst gute hundert Jahre alt, birgt sie doch einiges an Geschichte, insbesondere die Reliquie, die Hand des heilig gesprochenen Königs Stephan, dem offensichtlich siegreichen Befrieder der anderen Magyaren und damit der Gründer von Ungarn.

Sowohl der Kirchenraum, als auch der Turm kosten Eintritt. Dafür hat das im Innenraum nicht mehr viel mit Kirche zu tun. Unter den vielen laut geführten Reisegruppen sind auch wieder einige Wikinger. So kommen wir am kleinen Polizeimeister vorbei zur Donau und zur Kettenbrücke. Über das Parlament spazieren wir auf der Pester Seite bis zur Margit Brücke, über die wir gestern schon gekommen sind. Dort kommen wir am Imre-Nagy Denkmal vorbei.

Auf der Buda Seite nehmen wir erst einmal einen Kaffee, der mangels Strom heute ausgefallen war. Im Rossmann gibt es ein kühles Wasser. So ausgerüstet erklimmen wir den Burgberg und schauen uns die Matthiaskirche und die faszinierenden Gebäudekonstellationen an. Auch hier wird wieder der heilige Stephan mit einem Brunnen geehrt.

Die Ausblicke auf die Brücken, das Parlament, die Stephans Basilika sind außergewöhnlich. So geht es über weitere tolle Aussichten, vorbei an der Nationalgalerie, wieder zurück über die Kettenbrücke nach Pest. Da oben waren wir erwartungsgemäß nicht alleine. Wäre mal interessant rauszufinden, wie viel Terabytes fast identischer Bilder jeden Tag in irgendeine Cloud geladen werden.

Zurück im Appartement stellen wir fest, es hat sich nichts getan. Käse, Milch etc. gammeln im stromlosen Kühlschrank vor sich hin. Nach erneutem Aufbegehren per Airbnb Nachricht meldet sich der Handwerker und zeigt mir, wo man die Sicherung wieder rein bekommt. Morgen will er wieder kommen und sich den Herd anschauen.

16 Kilometer und immerhin knapp 200 Höhenmeter sind wir so langsam mit einigen Pausen durch die Stadt spaziert.