Für heute habe ich mir einen ganzen Tag ohne Radfahren vorgenommen, obwohl es mich schon wieder ein bisschen zum Coll de Banyuls lockt. Der Tag beginnt mit einem exzellenten Frühstücksbuffet. An der Rezeption bekomme ich ein Handtuch für den Strand geliehen und mach mir als erstes ein Bild vom Ort, in dem ich kreuz und quer durch ihn durchlaufe. Als erstes laufe ich am Hafen entlang. Man kann hier Jetskis leihen. Es ist aber niemand da, den man fragen könnte. Außerdem gibt es mehrere Tauchschulen.
Große Maschinen fahren über den Strand um den einen Teil der Promenade zu renovieren und im hinteren Teil des Ortes finde ich einen schönen Olivenbaum.

An der Kirche, die ebenfalls im hinteren Teil des Ortes liegt, laufe ich erst einmal glatt vorbei. Sie ist weniger beeindruckend als ihr Bild gegenüber und die Beschreibung dazu.
Was ich heute hier auch lerne: Banyuls-sur-Mer ist die Endstation des Wanderweges GR10, über den man die Pyrenäen vom Atlantik bis zum Mittelmeer zu Fuß überqueren kann. Heute ist baden im Mittelmeer geplant und während ich mich trocknend auf dem Kiesstrand sitze, kommen drei Wanderer gerade vom GR10. Der Vater des einen ist wohl extra gekommen um sie zu begrüßen, es werden Fotos gemacht und zwei stürzen sich mit Hemd und Hose ins Wasser.

Sonst ist nicht viel los. Einige Kraulschwimmer ziehen langsam ihre Bahnen durch die Bucht und einige sehr weiße Körper werden rot. Das Wasser ist eigentlich angenehm, gute Abkühlung und man kann gut schwimmen. Es ist wieder weit jenseits der 30 Grad.
Weiter habe ich heute gelernt, dass die Skulpturen der nackten Frauenkörper auf der Promenade alle von Aristide Joseph Bonaventure Jean Maillol geschaffen worden sind, der hier 1861 geboren wurde und 1944 hier starb.

Außerdem ist interessant, dass hier Lisa Fittko geb. Ekstein mit ihrem Mann Hans lebte und mit Unterstützung des Bürgermeisters, der ihnen falsche Papiere ausstellte, maßgeblich beitrug um vielen Menschen, die vor Nazis flohen, über die Pyrenäenpässe in der Nähe nach Spanien zur Flucht zu verhelfen.
Bei dieser Erkundung habe ich 6 km spaziert und etw 50 Höhenmeter erklettert, von denen die meisten von den 125 Stufen zum Hotel hoch rühren. Ein paar werden wohl wieder dazu kommen, wenn ich mich heute Abend wieder nach unten zum Abendessen begebe.